Reader für den Kongress Kapitalismus vs. Demokratie

Liebe GenossInnen,

die Reader-AG zur Vorbereitung des Kapitalismus vs. Demokratie-Kongress hat den Reader nun fertig gestellt. Ihr findet ihm im Anhang.
Das Ziel des Readers ist es neben der praktischen Mobilisierung zum Kongress (Plakatieren, Aktionen etc.) auch ein theoretisches Angebot zu schaffen.

Die Widersprüche zwischen Kapitalismus und Demokratie sind unendlich, weshalb wir uns auf wenige Aspekte des Widerspruchs zwischen Kapitalismus und Demokratie beschränken mussten. Die Textsammlung ist eine Mischung aus grundsätzlichen Arbeiten aus der Geschichte (bspw. Lenin oder Clara Zetkin) und aktuelleren Texten von linken Intelektuellen, die sich mit der aktuellen Krisenpolitik auseinander setzen.

Was könnt ihr tun?

Der Reader ist ein Angebot an die Gruppen von SDS und Linksjugend, sich vor Ort mit dem Thema zu beschäftigen. Die Texte sind unterschiedlich lang und ihr könnt selbst entscheiden, ob oder welchen Text ihr nehmt, um ihn bei Euch in der Gruppe auf einem Treffen zu diskutieren. Im Optimalfall bereitet sich eine Person aus der Gruppe vor und fasst ihn in 10-15 Minuten zusammen. Anschließend werden offene Fragen gemeinsam geklärt und über das Thema diskutiert. Bisherige Erfahrungen mit textbasierten Gruppendiskussionen zeigen, dass solche Diskussionen sehr wertvoll sind und die Gruppe voran bringen können.

PRESSEMITTEILUNG VON DORTMUND STELLT SICH QUER, 1.9.2012

Statt Naziaufmarsch 2.000 TeilnehmerInnen bei antifaschistischer Demo am 1. September
2012 in Dortmund-Hörde.

Auf der Route, wo eigentlich der Aufmarsch des mittlerweile verbotenen „Nationalen Widerstands Dortmunds“ hätte stattfinden sollen, organisierte das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ eine lautstarke Gegendemonstration. Aus verschiedenen Städten kamen Linke und Nazi-Gegner angereist, um ein Zeichen gegen Faschismus und Krieg zu setzen. Am Vortag hatte das Bundesverfassungsgericht bereits das Verbot des geplanten Aufmarschs der Neonazis bestätigt. „Dortmund stellt sich quer“ begrüßte diese Entscheidung, wenngleich sich das Bündnis darauf eingestellt hatte, mit Blockaden und Gegenaktionen sich den Rechten entgegenzustellen. Iris Bernert-Leushacke, Sprecherin des Bündnisses dazu: „Der plötzliche Sinneswandel der staatlichen Entscheidungsträger kommt nicht von ungefähr. Seit Jahren machen Linke und AntifaschistInnen Druck in der Stadt, damit endlich etwas passiert.“

Unterstützung von 'Solidarität mit dem Antifacamp Dortmund – jetzt erst recht!'

Linksjugend ['solid] Bochum unterstützt den Aufruf 'Solidarität mit dem Antifacamp Dortmund – jetzt erst recht!' und zeigt sich solidarisch.

20 Jahre Rostock-Lichtenhagen

Vor 20 Jahren blickte die Welt auf Rostock. Im Stadtteil Lichtenhagen griff ein Mob aus hunderten RassistInnen vor den Augen tausender jubelnder ZuschauerInnen die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende (Zast) und ein benachbartes Wohnhaus (Sonnenblumenhaus), in dem vor allem VietnamesInnen wohnten, an. Die Polizei schickte nur wenige Einsatzkräfte, die mit Molotowcocktails und Steinen angegriffen wurden und schnell den Rückzug antraten. AntifaschistInnen, die den Mob aufhalten wollten, wurden mit Gewalt vertrieben. Nach dem Rückug der Polizei wurde das Sonnenblumenhaus in Brand gesetzt, in dem sich etwa 100 Menschen befanden, die sich noch in letzter Sekunde auf das Dach eines angrenzenden Gebäudes retten konnten. Rostock Lichtenhagen war der Höhepunkt einer Serie rassistischer Gewaltakte.

Nazistrukturen zerschlagen!

Es gilt als größter Schlag gegen Rechtsextreme in der Geschichte des Landes NRW: Die Kameradschaften „Nationaler Widerstand Dortmund“, „Kameradschaft Hamm“ und „Kameradschaft Aachener Land“ wurden verboten, damit einher ging eine Großrazzia. Ist damit die Gefahr durch die Nazis gebannt?

Zweifelsohne schwächen die Verbote die Naziszene. So wurde eine heutige Versammlung Dortmunder Nazis auf dem Dorstfelder Wilhelmsplatz durch die Polizei aufgelöst, weil ihre Plakate und Fahnen nun als verboten gelten. Zahlreiche Waffen, Propagandamaterial und Gelder wurden beschlagnahmt. Duygu Söyler, Mitglied im LandessprecherInnen-Rat von Linksjugend ['solid] NRW kommentiert: "Den Nazis wird es vorläufig schwerer fallen, ihren Terror gegen MigrantInnen und Linke so offen durchzuziehen, wie bisher – Brandanschläge, bewaffnete Überfälle und sogar Morde gehen auf das Konto der Dortmunder Nazis."

Armut wird weiter zementiert!

Die Sozialdemokratie hat mit der Einführung von Hartz4 und der Rente bis 67 gezeigt, dass die Interessen der ArbeiternehmerInnen in Deutschland sie nicht interessieren. Der aktuelle Vorschlag von Wolfgang Clement die Arbeitszeitbegrenzung abzuschaffen und "fitte" Deutsche bis zum 80 Lebensjahr arbeiten zu lassen, zeigt deutlich, dass der Kapitalismus keine Grenzen kennt, wenn es um die Maximierung von Profiten geht.

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