Wohnraum

Solidarität mit den Anwohner*innen des Hannibal II

Vor drei Wochen wurde in Dortmund der Gebäudekomplex Hannibal II auf Grund fehlenden Brandschutzes geräumt. Die Ahnwohner*innen mussten unvorbereitet von heute auf morgen ihre Wohnungen verlassen. Fast 800 Menschen wurden über Nacht obdachlos. Die Stadt hat kaum Hilfe vorbereitet und auch jetzt gibt es kaum Unterstützung. Die meisten leben in Massenunterkünften oder bei Freunden und Verwandten. Ersatzwohnungen sind kaum vorhanden. Die Anwohner*innen müssen lange Fahrtwege zur Arbeit, Schule oder Kindergarten auf sich nehmen, wenn sie nicht gerade von einem Amt zum nächsten gejagt werden. Sie haben hohe Ausgaben und wissen nicht wie sie diese bezahlen sollen. Ihre aktuelle Lebenssituation ist sehr schlecht, besonders in den Massenunterkünften, und ihre Zukunft ungewiss.

Wohnraum & Mobilität: Grundrecht, kein Luxus!

In vielen nordrhein-westfälischen Städten ist die Situation auf dem Wohnungsmarkt dramatisch. Es fehlen zehntausende bezahlbare Wohnungen – oftmals wächst das Angebot nur im Luxusbereich. Solche Wohnungen können sich aber nur Reiche leisten.

Die Folge ist deutlich: Immer mehr Menschen – darunter viele Jugendliche, Student*innen, Azubis – müssen in unattraktive Vororte ziehen. Und da gehen die Probleme weiter: Nicht selten ist der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) so schlecht ausgebaut, dass Bus oder Bahn nur stündlich oder noch seltener kommen. Da kann der Weg zur Arbeit, Uni oder (Berufs-)Schule wirklich ätzend werden. Nachts sieht es meist noch viel schlimmer aus – feiern gehen kann dann nur, wer sich eine Schlafgelegenheit in der Stadt organisiert. Trotzdem kostet die Monatskarte überall ein kleines Vermögen.

Guter & bezahlbarer Wohnraum für Alle!

Das ist leider keine Selbstverständlichkeit: Denn der kapitalistische Wahnsinn sorgt dafür, dass Du monatelang suchst, trotzdem nix findest oder wenn doch, dann ist die Bude total überteuert. Daran können wir etwas ändern! Wir stehen dafür, dass guter und bezahlbarer Wohnraum für Alle geschaffen wird.
Jugendlichen fehlen Wohnungen
Die Wohnungssuche ist vielerorts ein Alptraum: Denn Mangel an bezahlbarem Wohnraum führt dazu, dass man monatelang sucht, zu Massenbesichtigungen geht und jede Menge Vermieter_innen-Arroganz ertragen muss – und oftmals trotzdem leer ausgeht. Insbesondere in Uni-Städten ist die Lage prekär: Zur Zeit werden Studienanfänger_innen in Kasernen und Turnhallen untergebracht. Steigende Mieten werden zur finanziellen Gefahr für junge Menschen, die den Auszug wagen. Täglich gibt es Zwangsräumungen. Im Wettbewerb um Wohnungen unterliegen Jugendliche, die kein Einkommen haben. Es sind mehr preiswerte und gute Wohnungen nötig!

Bericht zur Veranstaltung: Geld für Bildung, Wohnraum & Soziales

Bezahlbarer Wohnraum für alle!
Um auf die katastrophale Wohnraumsituation in Aachen aufmerksam zu machen, fand am Nachmittag des 18. Mai eine Informations- und Diskussionsveranstaltung im Linken Zentrum Aachen statt. Organisiert wurde diese von linksjugend [’solid] und der LINKEn.
Ein paar Stunden früher startete linksjugend [’solid] die Kampagne unter dem Motto „Geld für Bildung, Wohnraum und Soziales – statt für Kaiserplatzgalerie und anderen Schwachsinn!“ mit einer Kundgebung am Elisenbrunnen.

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