Prekarisierung

Geiler Beruf - Scheiß Lohn

Immer mehr jungen Menschen geht es so: Man findet einen Job, ob ohne oder mit Ausbildung oder Studium, der macht auch Spaß - Doch der Lohn reicht nicht aus, um sich eine schöne Wohnung in guter Lage, ordentliches Essen, Hobbys, Freund*innen, Feiern und vielleicht auch in Zukunft eine Familie leisten zu können. Dazu kommt, dass acht Stunden Arbeitszeit pro Tag einfach zu viel sind - Da braucht man mehr freie Stunden am Tag, um Partner*in und Hobbys neben der Arbeit auch noch unterzubringen. Und irgendwann merkt man, dass einem deswegen der Spaß am gewählten Beruf verloren geht.
Andere haben einen Traumberuf gefunden, doch nach der Ausbildung wurden sie nicht übernommen und keine Praxiserfahrung heißt oft: Leiharbeit oder kein Job.

Wieder anderen jungen Menschen fehlen die Chancen: Vielleicht waren sie auf einer schlechten Schule oder haben damals einfach keinen Bock gehabt, weil man in der Jugend mit anderem beschäftigt war. Man wurde früh abgestempelt und in eine Schublade gesteckt. Besonders Kinder aus finanziell benachteiligten Familien oder aus Familien mit Migrationshintergrund um nur zwei Beispiele zu nennen - Es gibt viele Gründe, weswegen der Abschluss nicht so gut war. Aber dann kriegen sie keine Ausbildung, kein Studium, nur Aushilfstätigkeiten zum Mindestlohn - und nachträglich kann man am Abschlusszeugnis nichts ändern.

Nach offiziellen Angaben sind fast 700.000 Menschen in NRW arbeitslos: Viele davon junge Menschen. Währenddessen arbeiten andere soviel, dass sie nur noch an maximal zwei Tagen pro Woche Zeit für eigene Hobbys und Freunde haben.

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