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11. September 1973 - faschistischer Militärputsch in Chile

Heute wird vielerorts an die grausamen Anschläge vom 11. September 2001 erinnert. Auch wir gedenken den Opfern der Anschläge und der darauf folgenden Kriege, die bis heute andauern. Wir wollen aber auch an den 11. September 1973 in Chile erinnern:

Kapitalismus heißt Krieg!

Am 1. September wird der Anti-Kriegstag zelebriert. An dem Tag vor 80 Jahren ist die Wehrmacht in Polen einmarschiert, womit der Zweite Weltkrieg begonnen wurde. Nur 20 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, der 18 Millionen Menschen das Leben kostete, wurden junge Menschen in ein weiteres, noch größeres Gemetzel geschickt. Nach sechs blutigen Jahren war Europa ein Schlachtfeld mit 65 Millionen toten Zivilist*innen und Soldat*innen.
Auch heute ist die Welt nicht friedlich. Im Gegenteil – die kriegerischen Auseinandersetzungen finden zur Zeit auf fünf von sieben Kontinenten statt. Allein 2015 wurden in den Konfliktgebieten mindestens 167.000 Menschen getötet. 2018 wurden weltweit 28 Kriege und bewaffnete Konflikte geführt. Krieg bedeutet auch immer Vertreibung, Elend, Umweltzerstörung und ist weltweit die Fluchtursache Nummer eins.
Die herrschenden Politiker*innen gedenken wie jedes Jahr der Opfern der Weltkriege und warnen davor, die Schrecken aus dem Massenschlachten zu vergessen. Doch gleichzeitig widerspricht ihr tagtägliches Handeln einer friedlichen Politik, die sie vorgeben. Denn unter ihrer Politik hat Deutschland in den letzten Jahren massiv aufgerüstet und versucht „mehr Verantwortung“ auf der Welt zu übernehmen.

Massenentlassungen bei Kronenbrot und Karstadt-Kaufhof: Kampf um jeden Arbeitsplatz! Schluss mit dem Kuschelkurs der Gewerkschaften!

Eines der beliebtesten Argumente für den Kapitalismus ist „ohne Eigentum keine Innovation“ und „die Unternehmer tragen die Verantwortung, das muss sich lohnen“. In den letzten Wochen und Monaten mussten wir immer wieder feststellen, dass die Realität anders aussieht! Stimmen die Profite nicht, wird den Arbeiter*innen Feuer unterm Arsch gemacht: Mit Lohnverzicht, Mehrarbeit und sogar Entlassungen sollen wir den Bonzen ihre Profite bescheren. So hat Ford schon im Frühjahr angekündigt, 5000 Stellen in Deutschland zu streichen (vor allem in Köln, in NRW ist außerdem Aachen betroffen). Die Deutsche Bank entlässt sogar fast 20.000 Mitarbeiter*innen, vor allem in den USA und London. Einige Kolleg*innen mussten wenige Stunden, nachdem sie diese Nachricht erhielten, ihre Schreibtische räumen.

Gestern kündigte Karstadt-Kaufhaus an, zwei große Logistikzentren (eins davon ist in Frechen) sowie mehrere kleine Verteilzentren zu schließen. Insgesamt werden über 1000 Arbeiter*innen vor die Tür gesetzt.
Vor ein paar Wochen meldete Kronenbrot Insolvenz an. Vor allem in Würselen bei Aachen, aber auch in Witten und Köln sind fast 1000 Arbeitsplätze bedroht.

Gegen den Faschismus und seine Wurzeln

Rechter Terror nimmt in Deutschland in den letzten Tagen drastisch zu. Ziele sind vor allem Andersgläubige, Linke und Menschen, die nicht dem Klischee der hellhäutigen Mitteleuropäer entsprechen.

Vergangenen Montag wurde ein Eritreer niedergeschossen. Das Opfer überlebte die Tat schwer verletzt. Der Angreifer erschoss sich nach der Tat selbst. Der Täter hielt sich regelmäßig in einer rechten Kneipe auf, in der er auch am Vormittag des Tages drohte, „Flüchtlinge erschießen“ zu wollen. Laut dem Wirt sei dies aber eine ganz normale Aussage in seiner Kneipe und nicht besorgniserregend. Er selbst hatte in sozialen Medien mehrfach gegen Geflüchtete gehetzt.

Neonazi-Angriff bei Aachen: Faschisten attackieren Landessprecher von linksjugend ['solid] NRW

Am Abend des 29.6. kam es am Bahnhof Eschweiler bei Aachen zu einem Angriff von fünf Neonazis auf einen Landessprecher und ein weiteres Mitglied der linksjugend ['solid] NRW. Die beiden Genossen wurden dabei verletzt.

Ende Gelände 2019

Wir rufen zur Teilnahme an Ende Gelände 2019 auf!

Einladung zum PfingstCamp

Hallo!

Du hast Lust auf ein verlängertes Wochenende im Grünen? Voll mit Workshops und Seminaren, Diskussionen, Freizeitaktivitäten und gemütlichem Beisammensein? Du willst Genoss*innen aus ganz Deutschland kennenlernen, Dich vernetzen und austauschen? Dann solltest du über Pfingsten, 7. bis 11. Juni 2019, am PfingstCamp teilnehmen! linksjugend ['solid] NRW lädt Dich gemeinsam mit linksjugend ['solid] RLP und dem Bundesarbeitskreis Revolutionäre Linke zum Pfingstcamp in Essen-Heidhausen ein!

PfingstCamp: Programm

Das PfingstCamp naht, und immer mehr Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden, Lesekreise etc. stehen fest. Auf dieser Seite findet ihr einen immer wieder aktualisierten Überblick. Ein Plan, was für welchen Tag geplant ist, folgt noch.

Neben diesen Angeboten gibt es einen Kinoraum, Lagerfeuer, Liederabende, verschiedene Sportangebote, viele nette Genoss*innen aus ganz Deutschland (und darüber hinaus) und vieles mehr.

Allgemeine Infos zum PfingstCamp gibt es hier: http://linksjugend-solid-nrw.de/3282/pfica

Regierungskrise in Österreich

Nachdem ein Video veröffentlicht wurde, wie der österreichische Vizekanzler der rechtspopulistischen FPÖ Heinz-Christian Strache und der FPÖ-Fraktionsvorsitzende Johann Gudenus in einer Villa auf Ibiza mit einer angeblichen russischen Oligarchen-Tochter vor den Wahlen 2017 über den Aufkauf der Tageszeitung “Kronen”, um für die FPÖ zu werben, illegale Parteienfinanzierung und der Vergabe von Regierungsaufträgen verhandeln -- während weiße Linien auf dem Tisch liegen und alle Wodka-Redbull trinken – befindet sich Österreich in einer Regierungskrise. Strache musste zurücktreten. Gudenus kündigte seinen Austritt aus der FPÖ an und nach der Ankündigung von Neuwahlen, haben alle FPÖ-Minister nun beschlossen, die Regierung zu verlassen. Mit dem Video hat die FPÖ noch mal ganz offen gezeigt auf wessen Seite sie steht: Auf der Seite der Reichen und Wohlhabenden. Kurz nach der Veröffentlichung kam es in ganz Österreich zu Massenprotesten, denn die Wut ist groß.

1400 statt 515 Euro: Für eine Ausbildungsvergütung, von der man selbstbestimmt leben kann!

Kommt nach dem Mindestlohn nun auch die Mindestausbildungsvergütung? Es scheint so! Aber halt, keine zu schnelle Freude: So wie beim Mindestlohn ist viel weniger drin, als nötig wäre – und Ausnahmen sollen möglich sein.

Die Bundesregierung plant, ab 2020 eine flächendeckende Mindestausbildungsvergütung von erstmal 515 Euro einzuführen. Sie soll bis 2023 jährlich etwas ansteigen, so die bisherigen Pläne.

Viele Azubis werden als billige Arbeitskraft missbraucht. Viel zu oft müssen ausbildungsfremde Tätigkeiten erledigt werden – die Arbeitsstätte fegen, Kaffee kochen, das Auto vom Chef waschen. Die Ausbildungsqualität leidet unter dem Stress und nicht ausreichender Qualifizierung der Ausbilder*innen. Stress entsteht auch dadurch, dass Viele lange Strecken bis zum Ausbildungsort oder der Berufsschule auf sich nehmen müssen, oder wegen der Ungewissheit, ob man übernommen wird. Und immer wieder hört man sogar von Azubis, die nebenbei jobben, weil die Vergütung einfach nicht zum Leben reicht. Mehr Geld ist da ja erstmal eine gute Nachricht.

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