Gedenken

November 1918: Revolution in Deutschland

Heute jährt sich der Beginn der Novemberrevolution zum hundertsten mal. Ausgehend vom Kieler Matrosenaufstand brach in ganz Deutschland eine revolutionäre Welle aus. Es kam zu Streiks und Demonstrationen, Soldaten weigerten sie weiter zu kämpfen, Rathäuser und Fabriken wurden besetzt und im ganzen Land bildeten sich Arbeiter*innen- und Soldatenräte, die das gesellschaftliche Leben von unten verwalteten. Am 9. November rief die USPD, eine linke Abspaltung der SPD, die gegen die sich gegen die Burgfriedenspolitik der SPD stellte, zum Generalstreik auf. Hunderttausende strömten auf die Straße. Der Kaiser musste zurücktreten und der Krieg war beendet.

Aber wie sollte es weitergehen?

Vor 80 Jahren: Antisemitische Pogrome

Vor 80 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, fanden die Novemberpogrome im Dritten Reich statt. In dieser Nacht wurden mehrere hundert Menschen ermordet und weit über tausend Synagogen, Friedhöfe und andere jüdische Glaubens- und Kultureinrichtungen zerstört. Hinzu kamen tausende Geschäfte und Privatwohnungen. Die Reichspogromnacht war der Auftakt von Judenverfolgungen ungesehenen Ausmaßes und Grausamkeit bis 1945, die die vollständige Vernichtung der Jüdinnen*Juden zum Ziel hatte. Wir möchten heute der Millionen auf grausame Weise ermordeten Menschen gedenken, müssen aber auch auf die aktuelle Lage hinweisen.

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