Bildungsstreik

Rechtes Gedankengut an Schulen - Der Preis der Demokratie?

Gestern machte eine beunruhigende Nachricht im Internet die Runde: Auf einer Facebookseite empörten sich Schülerinnen und Schüler des Robert-Wetzlar-Berufskollegs öffentlich über die Mitgliedschaft ihres Politiklehrers in der "Alten Bruschenschaft der Raczeks".
In ihrem Bericht beklagte sich die Schülerschaft außerdem über die Reaktion ihrer Schule. Nachdem diese von den Aktivitäten ihrer Lehrkraft unterrichtet wurde, habe die Schule dem Mitschüler, der als erster auf die Problematik hinwies, mit einem Schulverweis bedroht.
Die linksjugend ['solid] NRW erklärt hierzu:

Solidarität mit den Hungerstreikenden in den türkischen Gefängnissen!

Seit nun mehr als sechs Wochen befinden sich über 700 kurdische politische Häftlinge unter ihnen gewählte BürgermeisterInnen und Abgeordnete der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) im Hungerstreik. Die Forderungen der Hungerstreikenden sind: Das Recht auf Verteidigung in der kurdischen Sprache, muttersprachlicher Schulunterricht auf Kurdisch und die Beendigung der Isolationshaft von Abdullah Öcalan. Hierzu erklärt die stellvertretende Landessprecherin der LINKEN. NRW Derya Kilic: ,,Die türkische Regierung in Ankara verhält sich zu dieser Aktion taub und stumm. Das darf nicht sein! Die Aktion der Häftlinge ist eine friedliche und die Forderungen sind demokratisch-politische Forderungen, auf die Ankara endlich reagieren muss.“

DIE LINKE NRW und Linksjugend [‘solid] NRW solidarisieren sich mit dem politischen Protest der hungerstreikenden Inhaftierten.

Landessprecherin der Linksjugend ['solid] nrw, Melisa Kara, fügt hinzu: ,,Frau Merkel muss aufhören Ministerpräsident Erdogan im Bundeskanzleramt zu empfangen, solange Erdogan die Opposition in der Türkei inhaftieren und wegsperren lässt.“

Jetzt Konsequenzen ziehen – und austreten!

Die SPD hat sich für einen Vizekanzlerkandidaten entschieden. Peer Steinbrück, Bankenretter und Schröderbewunderer soll es für die SPD richten. SSeine Nominierung zeigt: Die SPD bleibt klar an der Seite der Banken und Mächtigen in diesem Land .

Zur anstehenden Nominierung Peer Steinbrücks zum Kanzlerkandidaten der SPD erklärt Jules El-Khatib, LandessprecherIn der Linksjugend ['solid]:

„Die SPD hat sich entschieden. Statt sich für die Agenda-Politik Gerhard Schröders zu schämen, bejubelt sie einen ihrer größten Unterstützer. Statt Reiche etwa mit einer Vermögensabgabe und einer Vermögenssteuer an den Kosten der Schuldenkrise zu beteiligen, favorisiert sie die von Steinbrück mit betriebene Deregulierung des Finanzsektors, milliardenschwere Bankenrettungen und die Kürzungspolitik in Europa. Nicht umsonst hat der Kandidat Steinbrück sein Einkommen für Vorträge von Konzernen wie der Deutschen Bank, J.P. Morgan Asset Management und Union Investment aufgehübscht bekommen.

Let`s do it like Hessen! Für eine starke LINKE im NRW-Landtag

Der parteinahe Jugendverband der LINKEN, Linksjugend [`solid], erklärt zur Auflösung des Landtages und den bevorstehenden Neuwahlen in NRW:

"SPD und Grüne haben die Neuwahlen provoziert, indem sie sich in den Haushaltsverhandlungen einer sozialen Politik verweigert haben und stattdesseneinen unsozialen Kürzungshaushalt vorlegten. Mit der Ablehung der LINKEN-Forderung nach einem landesweiten, echten Sozialticket hat die SPD ein weiteres Mal gezeigt, dass sie nicht die Partei der "kleinen Leute" ist. Es ist umgekehrt: Die Landesregierung weigerte sich bis zuletzt, mit der LINKEN im Bundesrat für die Einführung einer Vermögensteuer einzutreten.

Hörsäle überfüllt? Schafft Euch Plätze – Besetzt die Universitäten!

,,Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“ Bertolt Brecht,,

Linksjugend [´solid], Linke.SDS und DIE LINKE.NRW unterstützt die Forderungen der Studenten, Schüler und Azubis und ruft zur Beteiligung an den dezentralen Protestaktionen am Bildungsstreik-Aktionstag. Zum bundesweiten Bildungsstreik-Aktionstag am 17. November erklärt Derya Kilic, Hochschulpolitische Sprecherin der LINKEN in NRW und Cigdem Kaya Mitglied im Bundesvorstand von Linke.SDS:

Bildungsstreik Frühling in Düsseldorf

In ganz NRW gab es gestern im Rahmen des Bundesweiten Bildungsstreiks 2010 zahlreiche dezentrale Demonstrationen und Kundgebungen. Die Linksjugend ['solid] war natürlich als Teil der Bewegung dabei und hat die Proteste mitgestaltet!

Auffallend bei der gestrigen Demonstration in Düsseldorf war, dass außer der LINKEN keine der etablierten Parteien mit RednerInnen oder Fahnen präsent war. Die gesamte Landtagsfraktion Der LINKEN nahm hingegen an der Demonstration teil und konnte sogar einen kleinen Redebeitrag platzieren! Ein aufmunterndes "Weiter so, liebe Elf" an dieser Stelle von uns!

Den Höhepunkt der Demonstration zelebrierten die Bildungsstreikenden als sich AktivistInnen der Gruppe attac an der Rheinkniebrücke direkt gegenüber des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW abseilten und ein Transparent enthüllten. Die Polizei war hoffnungslos überfordert mit der Situation. Ein Polizeibeamter ließ sich sogar dazu hinreißen, an einem der Seile zu zerren und gefährdete damit das Leben des friedlichen Aktivisten.

Bildung für alle, sonst gibt’s Streik!

Kurz vor der Landtagswahl weben die Parteien damit, sich mehr Mühe bei der Bildung zu geben. Dabei ist die Bilanz sowohl von CDU/FDP verheerend. Die noch schwarz-gelbe Landesregierung betreibt eine Politik gegen die Schülerinnen und Schüler. Sie sprechen sich gegen eine Schule für Alle aus und meint nach der vierten Klasse entscheiden zu können, wer gut genug für das Gymnasium und damit das Abi ist. Sie haben den Leistungsdruck, etwa durch die Einführung von zentralen Prüfungen, Kopfnoten und das Turbo-Abi nach 12 Jahren, deutlich erhöht. Aber auch Studierende müssen unter schwarz-gelb leiden.

Erfolgreicher Protest in Bonn – Reduzierung der Prüfungen im Bachelorstudium angekündigt

Auf der Demonstration in Bonn demonstrierten über 5.000 Menschen unter dem Motto „Kultusminister nachsitzen!“ für ein besseres Bildungssystem. Ein großes Bündnis aus Studierenden, Schülerinnen und Schülern, Gewerkschaftern, Auszubildenden, linken Gruppen und Verbänden protestierte dabei gegen die Unstudierbarkeit des Bachelor/Master-Systems, Bildungsgebühren aller Art und gegen die Selektion in der Bildung. Die Demonstrierenden kamen dabei aus ganz Deutschland. Linksjugend ['solid] nahm mit einem eigenen Block an der Demonstration teil und wurde dabei von Mitgliedern der LINKEN und dielinke.sds unterstützt. DIE LINKE war u.a. mit Nicole Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der linken Bundestagsfraktion, in Bonn vertreten. Gohlke erklärte am Donnerstag, eine Senkung der Arbeitsbelastung sei „angesichts der hohen Abbrecherzahlen unbedingt notwendig“. 38 Wochenstunden seien viel zu viel, „weil zwei Drittel der Studierenden zusätzlich arbeiten müssen“, so Gohlke.

Am 10.12.2009 Bonn blockieren!

Kultusministerkonferenz lahmlegen

Nordrhein-Westfalen bleibt sitzen. Während Banker den Crash an den Finanzmärkten verursachten und die Schäden ihrer Zockerei mit Milliarden vom Staat übernommen wurden, steht es um die Bildung schlechter denn je. Was in den Bilanzen der West LB und anderer verschwand, hätte die Zustände beenden können, die SchülerInnnen, StudentInnen, LehrerInnen und Eltern schon lange anprangern. Es ist grotesk, dass Schulklassen 30 SchülerInnen und mehr umfassen, weil angeblich kein Geld da ist, gleichzeitig aber Milliarden bereitgestellt werden, wenn die Bankerlobby auf der Matte steht.

Es sind nicht die vielbeschworenen „knappen Kassen“, die eine bessere Bildung verhindern; es ist der politische Wille der herrschenden Parteien und die fortwährende Fixierung auf die Leitmotive der kapitalistischen Wirtschaftsordnung: Selektion, Konkurrenz, Ausgrenzung. Kopfnoten und Noten im Allgemeinen sollen eine gefügige, auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnittene Masse an Humankapital produzieren. Sie dienen als Züchtigungsmittel für diejenigen, die sich mit den herrschenden Verhältnissen nicht abfinden wollen. Junge Menschen sollen so auf Markt und Wirtschaft abgerichtet werden. Immer mehr Prüfungen und Vergleichsarbeiten verstärken diesen Konkurrenzdruck.

Druck machen für einen "heißen Herbst"!

DIE LINKE. NRW und Linksjugend ['solid] NRW unterstützen den Bildungsstreik. Der zweite Bildungsstreik in diesem Jahr hat begonnen. Seit Wochen besetzen Studentinnen und Studenten die Hörsäle ihrer Unis und fordern gemeinsam mit Schülerinnen, Schülern und Azubis ein grundlegend anderes Bildungssystem.

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