Aktuelles

Landesvollversammlung

Liebe Genoss*innen

hiermit möchte ich euch zur zweiten Landesvollversammlung im Jahr 2018 einladen!

Sie findet vom 23. bis zum 25. November in Dortmund statt. Wenige Tage also nach dem 9. November, einem bedeutenden Tag.

Am 9. November 1918 wurde der Kaiser gestürzt, die Monarchie in Deutschland abgeschafft und die Republik ausgerufen. Durch diese Novemberrevolution wurde auch der Erste Weltkrieg beendet. Zuvor hatte es mehrere Wochen Massendemonstrationen, Streiks und Befehlsverweigerungen unter Soldaten und Matrosen gegeben. Durch die Revolution wurden viele Fortschritte erkämpft – das Grundübel, der Kapitalismus, aber nicht besiegt.
Es war die Führung der SPD, damals eine riesige Arbeiter*innenpartei, die die Revolution verriet. Versuche, sie fortzusetzen wie der Spartakusaufstand in Berlin, wurden blutig niedergeschlagen, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und ungezählte weitere Revolutionäre ermordet. Trotzdem gab es bis 1923 viele Versuche, die Macht den Händen der Eliten zu entreissen und sozialistische Demokratien aufzubauen. In vielen Städten bildeten sich Arbeiter*innen- und Soldatenräte nach dem Vorbild der Pariser Kommune.
Wir wollen das hundertjährige Jubiläum der Novemberrevolution zum Anlass nehmen, Lehren zu ziehen und uns auf kommende Kämpfe vorzubereiten. Damit der nächste Versuch klappt und der Kapitalismus auf dem Müllhaufen der Geschichte landet!

Dazu soll die Landesvollversammlung (LVV) beitragen. Der Landessprecher*innenrat (LSp*R) hat ein spannendes Programm ausgearbeitet (Siehe Tagesordnungsvorschlag) mit drei Workshopsphasen, zwei Diskussionsplena und weiteren Diskussionen zu Anträgen. Außerdem wird es wenige Wahlen und ein spaßiges Abendprogramm geben.

Die (LVV) ist unsere höchste beschlussfassende Versammlung auf Landesebene. Das macht sie besonders wichtig: Beschlüsse, die hier gefällt werden, können von keiner anderen Ebene widerrufen werden. Es geht darum, unsere Grundsätze festzulegen, Positionen zu beschließen und unsere Schwerpunkte mindestens für das kommende halbe Jahr zu setzen. Deswegen sollten möglichst viele Mitglieder (und Sympathisant*innen) teilnehmen und sich in Diskussionen einbringen.

Und: Die LVV lebt vom Mitmachen! Du kannst eigene Anträge stellen, bei Wahlen kandidieren und Dich einmischen! Auch das Programm für Samstag abend darf gerne mitgestaltet werden!

Jetzt folgen noch einige organisatorische Hinweise. Wenn irgendwelche Fragen unbeantwortet bleiben: Melde Dich unter info@linksjugend-solid-nrw.de

Ich freue mich auf eine gut besuchte LVV, auf der wir als schnell wachsender Jugendverband uns fit machen für die kommenden Herausforderungen.

Sozialistische Grüße
Chris, für den Landessprecher*innenrat

Nationalismus raus aus den Köpfen! Rechten Terror bekämpfen!

Aktueller Flyer von linksjugend ['solid] NRW

Deutschland 2018: Es ist kalt. Die AfD sitzt im Bundestag und allen Länderparlamenten, auf ihren Listen sind auch Neonazis in die Parlamente eingezogen. Angriffe auf Nichtdeutsche, Geflüchtete und ihre Wohnheime haben dramatisch zugenommen. Fast 2000 fremdenfeindliche Übergriffe wurden 2017 registriert.
Besonders Geflüchtete und solche, die dafür gehalten werden, haben unter dem wachsenden Selbstbewusstsein gewalttätiger Rassist*innen zu leiden. Die Faschos gehen dabei oftmals organisiert vor, organisieren Hetzjagden wie im Chemnitz oder bauen gar Terrorzellen auf.
Dadurch soll Angst bei den Gefährdeten verbreitet werden. So sollen die menschenverachtenden Ziele der rassistischen Bewegung erreicht werden.

Fluchtursachen bekämpfen – nicht Geflüchtete!

Aktueller Flyer von linksjugend ['solid] NRW

Jedes Jahr macht die deutsche Kriegsindustrie Milliardenumsätze mit Waffenverkäufen. Diese gehen in alle Welt. Auch an so „vorbildliche“ Staaten wie Saudi-Arabien (wo Hinrichtungen an der Tagesordnung sind), die Türkei (die damit den Bürgerkrieg gegen die kurdische Minderheit führt) oder Katar (ein Land, das für seine Unterstützung für den „Islamischen Staat“ bekannt ist).
Wenn die Kassen der Kriegsindustrie klingeln, ist klar: Millionen Menschen werden gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben. Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Waffenexporten und Flucht. Für maximale Profite schaffen deutsche Konzerne weltweit Fluchtursachen.

Und es gibt viele weitere Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

Abschiebungen verhindern – Bleiberecht erkämpfen! Kein Mensch ist illegal!

Aktueller Flyer von linksjugend ['solid] NRW

Es ist Dienstag, drei Uhr in der Früh. Du schläfst. Nichtsahnend. Mehrere Polizeiwagen fahren vor. Uniformierte stellen sich vor Deiner Türe auf. Andere stehen bereits vor Deinem Fenster.
Sie reißen Dich aus dem Schlaf. Als wärst Du schwer kriminell, wirst Du auf den Boden gedrückt, musst Dich fesseln lassen. Deine wenigen Habseligkeiten werden lieblos in einen Plastikbeutel gestopft. Sie nehmen Dich mit. Wohin? Du weißt es nicht.

So wurde im November 2015 ein Geflüchteter aus Afghanistan in einer Nordrhein-Westfälischen Großstadt abgeschoben. Er kam aus dem Nordosten Afghanistans, einem Gebiet in dem sich Regierungstruppen und Taliban seit vielen Jahren schwere Gefechte liefern. Viele Mitglieder seiner Familie wurden gefoltert, verstümmelt, ermordet.

November 1918: Revolution in Deutschland

Heute jährt sich der Beginn der Novemberrevolution zum hundertsten mal. Ausgehend vom Kieler Matrosenaufstand brach in ganz Deutschland eine revolutionäre Welle aus. Es kam zu Streiks und Demonstrationen, Soldaten weigerten sie weiter zu kämpfen, Rathäuser und Fabriken wurden besetzt und im ganzen Land bildeten sich Arbeiter*innen- und Soldatenräte, die das gesellschaftliche Leben von unten verwalteten. Am 9. November rief die USPD, eine linke Abspaltung der SPD, die gegen die sich gegen die Burgfriedenspolitik der SPD stellte, zum Generalstreik auf. Hunderttausende strömten auf die Straße. Der Kaiser musste zurücktreten und der Krieg war beendet.

Aber wie sollte es weitergehen?

Vor 80 Jahren: Antisemitische Pogrome

Vor 80 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, fanden die Novemberpogrome im Dritten Reich statt. In dieser Nacht wurden mehrere hundert Menschen ermordet und weit über tausend Synagogen, Friedhöfe und andere jüdische Glaubens- und Kultureinrichtungen zerstört. Hinzu kamen tausende Geschäfte und Privatwohnungen. Die Reichspogromnacht war der Auftakt von Judenverfolgungen ungesehenen Ausmaßes und Grausamkeit bis 1945, die die vollständige Vernichtung der Jüdinnen*Juden zum Ziel hatte. Wir möchten heute der Millionen auf grausame Weise ermordeten Menschen gedenken, müssen aber auch auf die aktuelle Lage hinweisen.

Bericht zur Gewerkschaftsdemo in Bergheim

Etwa 30.000 Menschen gingen in Bergheim auf die Straße, mobilisiert durch die Gewerkschaft Berbbau, Chemie und Energie (IG BCE) und die Sorge, durch einen schnellen Kohleausstieg ihre Arbeitsplätze zu verlieren. Linksjugend- und SAV-Mitglieder argumentieren für Umwelt und Arbeitsplätze.

Umwelt und Arbeit sind kein Widerspruch! Gleichwertige Beschäftigung garantieren!

linksjugend ['solid] NRW ist Teil der Bewegung gegen Braunkohle und Klimawandel sowie Teil der Bewegung zur Verteidigung des Hambacher Forsts. Wir stehen für den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle und die Enteignung von RWE. Dagegen wird versucht, Beschäftigte in der Region zu mobilisieren und so getan, als würde die Umweltbewegung ihre Arbeitsplätze vernichten wollen. Das stimmt nicht. Wir stehen für den Erhalt aller Arbeitsplätze. Wir rufen zur Teilnahme an der Gewerkschaftsdemonstration am 24. Oktober in Bergheim anlässlich der Tagung der Kohlekommission auf. Die IBCE ruft für diesen Tag auf unter dem Motto „Ohne gute Arbeit kein gutes Klima: Wir sind lauf für unsere Jobs“. Los geht es um 8:30 Uhr in der L361 / Beginn Neusser Strasse [Ort wurde geändert!]. Wir nehmen daran teil, um sowohl für den Erhalt der Arbeitsplätze als auch gegen Braunkohle zu demonstrieren. Die Umweltbewegung und Arbeiter*innenbewegung darf sich nicht auseinanderdividieren lassen. An die Beschäftigten werden wir folgendes Flugblatt verteilen:

Hambacher Forst: Für Profite riskieren sie Tote

Der völlig unverhältnismäßige Polizeieinsatz muss umgehend gestoppt werden

Seit Wochen läuft am und im Hambacher Forst der wahrscheinlich größte Polizeieinsatz in der nordrhein-westfälischen Geschichte. Bisher wurde dafür laut Schätzungen der Gewerkschaft der Polizei ein zweistelliger Millionenbetrag aufgewendet – unsere Steuergelder werden dafür genutzt, Menschen zu verletzten und Grundrechte mittels brachialer Gewalt außer Kraft zu setzen!

Viele hatten bei diesem Aufgebot vor Schwerverletzten oder gar Toten gewarnt. Heute ist im Zuge der polizeilichen Räumungsarbeiten ein Mensch aus hoher Höhe zu Boden gestürzt. Zur Zeit, wo diese Zeilen geschrieben werden, laufen medizinische Erstversorgungsmaßnahmen.

System Change not Climate Change! Hambacher Forst verteidigen! Klimakiller stoppen!

Der Energiekonzern RWE will zur Förderung von Braunkohle den letzten Urwald Mitteleuropas zerstören: Den Hambacher Forst zwischen Aachen und Köln. 90 Prozent sind schon vernichtet. Die letzten zehn Prozent werden seit sechs Jahren von Umweltaktivist*innen besetzt und verteidigt. Diesen Widerstand wollen RWE und die schwarz-gelbe NRW-Regierung diesen Herbst zerschlagen: Durch die Räumung der Besetzung und völlige Rodung des Waldes. Damit soll die wachsende Klimabewegung empfindlich getroffen werden. Das wollen und dürfen wir nicht zulassen!
Wir wollen Dich zur Teilnahme an Protest- und Widerstandsaktionen aufrufen! Gleichzeitig wollen wir erklären, warum der Kapitalismus für den Klimawandel verantwortlich ist – und wie eine sozialistische Alternative dazu erkämpft werden könnte.

Inhalt abgleichen