In Gedenken an die ermordeten 5000 Menschen in Halabja

CC BY-SA 2.0 // flickr user: Kurdistan KURD

Zum Gedenken an die  Ermordeten 5000 Menschen in Halabja erklärt Linksjugend [´solid] NRW:

Halabja - eine kurdische Stadt im Nordirak. Am 16 .März 1988 um 11.45 Uhr vor 23 Jahren ließ Saddam Hussein gegen Ende des Golfkrieges 8 Helikopter mit Giftgas beladen, einen Angriff auf Halabja durchführen. Mehr als 5000 Tote, hunderte Fehlgeburten und unzählige Erkrankungen, die zum späteren Tod der Betroffenen führten, waren die Folge.

Deutsche Firmen lieferten , unter dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl, das Material zur Herstellung der Giftgaswaffen an Saddam Husein, den damaligen "Partner des Westen“.

 Auch 23 Jahre nach dem Giftgasanschlag auf Halabja haben die Menschen weder eine Entschädigung von der Bundesregierung erhalten, noch wurden die Mittäter aus Deutschland zur Rechenschaft gezogen.

Der türkische Journalist und Fotograf Ramazan Öztürk, der als erster Pressevertreter in Halabja eintraf beschrieb das Szenario wie folgt: “Alle Straßen waren mit Leichen bedeckt…mit wenigen Ausnahmen sind alle Häuser zerstört worden, die  Menschen lagen leblos auf dem Boden, während des Fotografierens habe ich die ganze Zeit geweint und  zu Gott gebetet, dass es ein Traum sei und ich gleich aufwachte. Ich wünsche Niemandem diesen Anblick!“

Agit Boztemur Landesgeschäftsführer der Linksjugend [´solid]NRW erklärt: “Diese menschenverachtende und grundgesetzwidrige Handlung konnte vollzogen werden, weil die damalige CDU Regierung unter Helmut Kohl, aber auch SPD, Grünen und FDP nicht gegen diese Vereinbarung  zwischen Kohl und der Saddam Husein Regierung vorgegangen sind. Die Chemiefirmen, die Saddam Husein mit dem Material für die Giftgasgranaten ausstatteten, wurden  von der CDU Regierung gedeckt und bis heute weder von der deutschen noch von der internationalen Justiz zur Verantwortung gezogen. Die einzige Reaktion der Kohl-Regierung auf diesen Vorfall, war eine Nachrichtensperre für die deutsche Presse.“

Dieses Massaker geht uns alle an, besonders weil die Lieferanten des Giftgases auch aus NRW stammten und auch heute noch Ihre Geschäfte ungehindert fortführen.

 

Wir fordern die endgültige Einstellung von deutschen Waffenexporten!

Die Aufarbeitung des Massakers und die Entschädigung der Opfer!

Die deutschen Firmen, die das Giftgas an Saddam Husein lieferten müssen zur Verantwortung gezogen werden!