QUERSTELLEN Gegen Nazis am 1.9.2012 in Dortmund

Wieder haben die Dortmunder Nazis dazu aufgerufen, am 1. September, dem Antikriegstag, nach Dortmund zu kommen. Seit mehreren Jahren versuchen sie immer wieder aufs Neue den Menschen einzureden, sie würden gegen Krieg und für den Frieden einstehen. Aber wir kennen die Verbrechen der Nazis und die Traditionen in der auch die sogenannten „Autonomen“ Nationalisten heute noch stehen: Der Antikriegstag erinnert an den Überfall Deutschlands auf Polen und damit an den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Die menschenverachtende Ideologie der Nazis war Triebfeder des Holocaust. Unter Hitler ermordeten die Nazis Millionen Juden, Sinti und Roma, GewerkschafterInnen, Behinderte ebenso wie Homosexuelle, KommunistInnen und Andersdenkende. Insgesamt 50 Millionen Menschen fanden durch die Tyrannei der Nazis den Tod. Dieselbe menschenverachtende Ideologie durchzieht auch heute noch die Nazi-Szene: die Dortmunder Faschisten begrüßten den von Mitgliedern der NSU begangenen Mord an Mehmet Kubaşık. Und was machen unsere Gerichte? Brutale Schläger aus den Reihen der Dortmunder Nazi-Szene, die am 1. Mai 2009 die DGB- Kundgebung angriffen, wurden kürzlich freigesprochen! Am 1. September wollen sie ein weiteres Mal triumphierend durch Dortmund marschieren und über die gezielte Provokation ihre Macht demonstrieren. Das lassen wir nicht zu!

Marsch von antimuslimischen Rassisten in Köln

Am Samstag den 11. August um 14 Uhr will die German Defence League, eine Organisation, die sich dem Kampf gegen den Islam verschrieben hat, zusammen mit Pro NRW, der Freiheit und der Deutsch Konsverativen Partei in Köln vom Heumarkt bis zum Dom marschieren und gegen "Islamisierung" und "ESM" Europäischer Stabilitätsmechanismus demonstrieren. In Zeiten der Krise scheint die Rechte die Lösung in der Hetze gegen Muslime und Europa zu sehen. Der ESM wird nicht kritisiert, weil er ein Mittel der Herrschenden ist, welches die Spaltung in der Gesellschaft vertieft, indem es den Staaten Geld leiht, wenn sie dafür im Sozialbereich und den Renten kürzen, es wird ausschließlich kritisiert, dass der ESM Deutschland schadet.

Als sozialistischer Jugendverband lehnen wir jegliche Form von Hetze und Diskriminierung ab. Der ESM ist ein Mittel des Kapitals, das die ArbeiterInnen in Südeuropa weiter entmündigen soll. Wir können diesen daher nur ablehnen, werden aber nicht zulassen, dass rechtspopulistische Organisationen mit nationalistischer Argumentation gegen Internationalismus oder Muslime Stimmung machen.

Jules El-Khatib, Mitglied des LandessprecherInnenrates, erklärte dazu: "Als SozialistInnen ist es unsere Pflicht gegen Rassismus, Nationalismus und Kapitalismus zu kämpfen. Wir dürfen nicht schweigen, wenn Nationalismus und Islamfeindschaft zu weiteren Spaltungen in der Gesellschaft führen. Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam mit KölnerInnen gezeigt, dass es in Köln keinen Platz für Islamophobie und Nationalismus gibt, auch in diesem Jahr dürfen wir nicht schweigen."

Beteiligt euch mit uns zusammen an Aktionen und Protesten gegen den Aufmarsch der Rechtspopulisten und lasst uns zeigen, das Nationalismus und Rassismus nicht toleriert werden können!

Waffenexporte stoppen!

Die Bundesregierung will Nato-Partner gezielt aufrüsten und hierfür die bisherigen deutschen Regeln für Waffenexporte aufweichen. Nutznießer einer neuen, gemeinsamen Exportpolitik des Bündnisses sollen unter anderem die sechs Staaten des Golfkooperationsrats sein - etwa Saudi-Arabien und Katar. Diese Länder sollen nach dem Willen der Bundesregierung in den Kreis von Nicht-Nato-Staaten aufgenommen werden, mit denen Waffengeschäfte aus strategischen Gründen erlaubt sind.

Landesvollversammlung und danach Nazis Stoppen!

Liebe GenossInnen

Hiermit laden wir Euch herzlich zu unserer eintägigen Landesvollversammlung (LVV) der Linksjugend [`solid] NRW ein. Die LVV findet am Freitag, den 31. August in Dortmund statt. Die Ortswahl und der etwas ungewöhnliche Termin hat folgenden Grund: Am 1. September wollen Neonazis in Dortmund aufmarschieren und sich als Kriegsgegner inszenieren. Es ist bereits das achte Mal in Folge und für die Neonazi-Szene ein wichtiger Hebel zur Gewinnung neuer Anhänger und dem Aufbau neofaschistischer Strukturen in Westdeutschland. Auch in diesem Jahr wird es Gegenaktivitäten geben. Die Linksjugend [`solid] NRW beteiligt sich am Anti-Nazi-Bündnis „Dortmund stellt sich quer“, welches Blockaden und weitere Aktionen des zivilen Ungehorsams vorbereitet. Daher hat sich die letzte LVV in Oberhausen und der LandessprecherInnenrat entschieden, die Landesvollversammlung nach Dortmund zu legen, wo wir uns am Vorabend gemeinsam auf die Demo vorbereiten und gemeinsam an den Gegenaktivitäten teilnehmen können. Darüber hinaus stehen Wahlen an. (siehe Tagesordnung) Für Übernachtungsplätze in Dortmund ist gesorgt.

NEUER ORT (anders als auf der schriftlichen Einladung):
Dietrich-Keuning-Haus
Leopoldstr. 50-58
44147 Dortmund
www.dkh.dortmund.de

Bitte nehmt Euch für die Übernachtung Schlafsack und Isomatte mit.(WICHTIG!!!)

Weitere und aktuelle Infos zum geplanten Nazi-Aufmarsch in Dortmund unter:
www.dortmundquer.blogsport.de

Beginn der Landesvollversammlung: Freitag, 31. August 2012, 16 Uhr

Verfassungsschutz in die Braune Tonne!

„Nazimorde werden nicht erkannt; Akten, die Beweise enthalten, werden zerstört; das Feindbild in denen gesehen, die eine Gesellschaft ohne Klassen und ohne Armut wollen – so könnte eine Beschreibung der Tätigkeiten und „Erfolge“ des Verfassungsschutzes lauten.

Der Verfassungsschutz dient nicht dem Schutz der Verfassung. Seine Richtlinien zeigen, dass er die wahren Probleme der Gesellschaft nicht erkennt: Rassismus, soziale Ausgrenzung und die falsche Verteilung des Reichtums, die einer kapitalistischen Gesellschaft inne wohnt. Stattdessen wird die Linke überwacht, weil sie eine sozialistische Gesellschaft schaffen will, und Antifa-Gruppen werden kriminalisiert.

Persönliche Erklärung von Arash Dosthossein, zur Besetzung der Grünen NRW Zentrale in Düsseldorf

Heute, am 20. Juli 2012, befand ich mich gegen Mittag auf dem Weg zu einer Demonstration in Gedenken an Ousman Seyh nach Dortmund, als mich über die Presse die Nachricht erreichte, dass die Zentrale der Grünen in Düsseldorf besetzt worden sei. Aufgrunddessen, dass die AktivistInnen die Besatzung als Solidaritätsaktion mit unserem Protestcamp durchführten, wollte man von mir wissen, wie ich zu dieser Aktionsform stehe. Da es kurzfristig nicht möglich ist, alle Freunde aus den verschiedenen Protestcamps zu erreichen, um eine gemeinsame Erklärung zu formulieren, habe ich beschlossen, nicht auf eine Zusammenkunft zu warten und vorher eine persönliche Stellungnahme zu formulieren - vor allem auch deshalb, weil ich in den späten Abendstunden darüber informiert worden bin, dass etwa 40 AktivistInnen in Gewahrsam genommen wurden, deren
momentane Situation nicht bekannt ist.

Wir haben vier Monate lang geschrien - ohne jegliche Reaktion des Staates. Als seien ihre Ohren nicht dafür zugänglich. Zur Zeit sind wir mit etwa 30 Flüchtlingen und hunderten AktivistInnen in sechs Städten auf der Straße. Es freut mich zu sehen, dass wir in Düsseldorf in einem Zeitraum von zehn Tagen offensichtlich so viel Gehör gefunden haben, dass es Menschen gibt, die nach ihrer eigenen Entscheidung, und alle Risiken in Kauf nehmend, eine derartige Solidaritätsaktion für uns durchführen. Die Medien wollten von mir wissen, wie ich zu einer solchen Besetzung stehe. Dafür gilt es zunächst einmal zu klären, was eine "Besetzung" bedeutet.

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