Alles gutes zum Geburtstag, Clara Zetkin!

„Diese Herren meinten, das Proletariat könne vor der Eroberung der politischen Macht durch Arbeiterschutz etc. den Kapitalismus aushöhlen. Meiner Meinung nach kommt jedoch alles, was man als „Sozialreform“ zusammenfasst, nicht in Betracht, um den Kapitalismus auszuhöhlen.“
- Clara Zetkin, „Über die internationale Bedeutung der russischen Revolution“, 1922

Am 5. Juli 1857 wurde Clara Zetkin, die als sozialistische Kämpferin und Mitbegründerin des internationalen Frauenkampftages in die Geschichte einging, geboren. Schon in ihrer Jugend politisierte sie sich. Mit 17 nahm sie an ersten Diskussionen des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins teil und kam in Kontakt mit der Sozialdemokratie. 1878 trat sie der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) bei, die 1890 in Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) umbenannt wurde. Zu diesem Zeitpunkt stand die SPD mehrheitlich für eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft, die Überwindung des Kapitalismus und den Kampf für den Sozialismus. Fast 40 Jahre verblieb Clara Mitglied; sie kämpfte dort für das revolutionäre Programm und korrekte Positionen bezüglich der Frauenfrage.

19.6.: In Köln gegen Aufrüstung und Krieg demonstrieren!

Am kommenden Samstag, den 19. Juni, findet die Demo „Abrüsten statt Aufrüsten“ in Köln um 14 Uhr auf dem Barbarossaplatz statt. Wir rufen euch zur Teilnahme auf und haben zusammen mit vielen anderen Organisationen folgenden Aufruf unterschrieben:

¡Hasta la victoria siempre! Zum Geburtstag Che Guevaras

Heute vor 93 Jahren wurde der Revolutionär Che Guevara geboren. Er spielte zusammen mit seinem Kampfgefährten Fidel Castro, seineszeichen kein Marxist, eine wichtige Rolle beim Sturz der Batista-Diktatur in Kuba. Nach dem Sieg der Revolution versuchte er mehrere Jahre beim Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft zu helfen. Doch je mehr er sich damit beschäftigte, desto mehr widerte ihn das stalinistische System der Sowjetunion an, der in weiten Teilen auch auf Kuba installiert wurde. Schließlich zog es ihn weg von seinem Ministerposten, um sich in Lebensgefahr zu begeben und revolutionäre Befreiungsbewegungen zu unterstützen. Im Kongo und in Angola war das Vorhaben nicht erfolgreich, in Kolumbien wurde Che, wie viele andere Kämpfer:innen, beim Versuch ermordet. Was bleibt ist das Andenken an einen Internationalisten und sozialistischen Revolutionär, der fernab seiner Heimat sein Leben für den Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung ließ. Und viele politische Fehler, aus denen wir lernen wollen.

Kinderarbeit stoppen!

Der 12. Juni wurde 2002 von der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Vereinten Nationen zum Welttag gegen Kinderarbeit ausgerufen.

Weltweit arbeiten über 150 Millionen (Stand 2019) Kinder, dies entspricht jedem zehnten Kind. Kinderarbeit geschieht in vielen Kontexten: Auf dem Feld der Familie, in Minen, in Textilfabriken und auf Plantagen; rund die Hälfte der Kinder arbeitet in als gefährlich deklarierten Umgebungen. Expert:innen zufolge steigt die Zahl der Kinderarbeiter:innen aufgrund der Pandemie an. Die ökonomischen und sozialen Folgen von Corona zerstören Existenzen, insbesondere in ärmeren Ländern, sodass viele Familien die letzte Überlebenschance darin sehen, ihre Kinder mitarbeiten zu lassen.

Solidarität mit den Opfern sexueller Übergriffe durch die katholische Kirche

Solidarität mit den Opfern der katholischen Kirche und Einschreitung von staatlichen Institutionen in diesen Skandalen!

Von den Jahren 1946 von 2014 waren laut MHG-Studie 3677 Jugendliche und Kinder von sexuellem Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche betroffen. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher. Diese Jugendlichen nehmen nach diesen Taten ihre psychischen und sozialen Probleme mit ins Erwachsenenleben.

Solidarität mit den Kolleg:innen aus der Stahl- und Elektroindustrie!

In den letzten Monaten gingen bundesweit fast eine Million Kolleg:innen aus der Metall- und Elektroindustrie in Form von Warnstreiks auf die Straße, um für faire Bezahlung, zukunfts- und krisensichere Jobs und Arbeitszeitverkürzungen zu kämpfen. In vielen Städten in konnte man ihre ausgeprägte Kampfbereitschaft wahrnehmen - im Schnitt haben täglich 24.000 Kolleg:innen ihre Arbeit niedergelegt, ob im Home-Office oder im Betrieb. Der Organisationsgrad ist in dieser Branche traditionell sehr hoch, fast jede:r ist Gewerkschaftsmitglied. Deshalb wundert es nicht, dass so viele Kolleg:innen und Azubis, gerade in NRW, gegen ihre Bosse auf die Straße gegangen sind.

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