Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit - Palästina

Die "Aphartheitsmauer" die Palästina umgibt.

Linksjugend [´solid], Linke.SDS und Die LINKE AktivistInnen, Cigdem Kaya, Derya Kilic und Serdar Agit Boztemur sind mit weiteren MenschenrechtsaktivistInnen in Israel und Palästina unterwegs und berichten über die aktuelle Stimmung in Bezug auf den 20. September.

Der 20. September 2011 wird zum Hoffnungsschimmer der Palästinenser und Israelischen FriedensaktivistInnen. Der Vorsitzende der PLO (Palaestinensischen Befreiungsorganisation) Mahmud Abbas, wird bei der Eröffnung der UNO-Generalversammlung einen Antrag an Ban Ki Moon überreichen, in der die UNO-Vollmitgliedschaft der Palästinenser gefordert wird.

Die Mehrheit der UNO-Mitgliedsstaaten befürwortet dieses Anliegen der Palästinenser. Doch die USA ließ bereits verkünden, dass sie von ihrem Vetorecht gebrauch machen wird.

Die Menschen in Palästina warten alle hoffnungsvoll auf den 20. September. Bei Gesprächen mit Palästinensern auf der Straße und in diversen Menschenrechtsorganisationen, wurde uns das Bild vermittelt, dass der 20. September ein historisches Datum für den gesamten Konflikt in Israel und Palästina darstellen wird.

Die Menschen schmücken ihre Autos mit Transparenten auf denen das Logo der UNO und der 20. September abgebildet sind. Auf den Transparenten, die in Form von kleinen Fahnen an den Autos angebracht sind, steht des Weiteren die Zahl 194, welche die 194. Mitgliedschaft der UNO darstellen soll. Die Palästinenser bereiten sich so auf diesen - für sie historischen- Tag psychisch und symbolisch vor.

Andererseits wurde uns in Gesprächen mit VertreterInnen von NGOs (Nichtregierungsorganisationen) die Auffassung vermittelt, dass die Vollmitgliedschaft in der UNO die Palästinenser davon abhalten soll, sich dem „arabischen Frühling“ in den benachbarten Staaten anzuschließen.

Sofern der Antrag der Palästinenser durchkommt, werden Sie zum 194 Staat in der UNO.

Der neue Status würde den Palästinenser die Möglichkeit geben, die Israelische Regierung beim internationalen Strafgerichtshof zu verklagen.

Solidarische Grüße aus Palästina
Cigdem Kaya, Derya Kilic und Serdar Agit Boztemur