Europas größten Naziaufmarsch am 19.2. in Dresden verhindern

Veranstaltungs-Flyer ab sofort erhältlich!

Im Februar vergangenen Jahres ist es erstmalig in Dresden gelungen, Europas größten Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern. Grundlage war ein breites Bündniskonzept und eine entschlossene Aktionsform. Die spektrenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien, Jugendverbänden und Einzelpersonen machte es möglich in Dresden eine Massenblockade auf die Beine zu stellen, von der ein eindeutiges Zeichen ausging: Den Neofaschisten sollte nie wieder auch nur einen Fußbreit die Stadt überlassen werden.Mit Erfolg:   Sie kamen nicht durch.

In diesem Jahr wird es darauf ankommen, den Naziaufmarsch ein weiteres Mal zu blockieren, denn die europaweite Naziszene bereitet sich unter dem Motto „jetzt erst Recht“ wieder auf ihren Aufmarsch am 19.2.2011 in Dresden vor.  Es ist unsere Aufgabe, sie zu stoppen.

Warum die Nazis marschieren wollen

Die Naziszene möchte mit ihrem Aufmarsch in Dresden zum Jahrestag der Allierten Luftangriffe auf Dresden an bestehende Mythen anknüpfen und die Geschehnisse für ihre Zwecke instrumentalisieren. Wir aber lehnen jegliche Leugnung oder Relativierung der Kriegsschuld des Hitler-Faschismus am 2.Weltkrieg ab.

Für Nazis spielen Massenaufmärsche eine entscheidende Rolle. Sie wollten sich so als gesellschaftliche Ordnungsmacht und als wichtiger Teil einer „nationalen Gemeinschaft“ darstellen. Die Aufzüge dienen außerdem dazu, Neuankömmlinge in die rechte Szene einzuführen. Mit der inszenierten Einheit und Ordnung sollen sie beeindruckt werden. Die oft militärisch anmutenden Aufmärsche sollen unterstreichen, dass Nazis den öffentlichen Raum der Straße für sich beanspruchen. Auch die Örtlichkeiten sind dabei nicht zufällig gewählt: Schon die nationalsozialistische SA zog in der Weimarer Republik provokativ durch ArbeiterInnenviertel zog. Heute suchen sich Nazis zum Beispiel linke Szeneviertel oder Wohngegenden mit hohem MigrantInnenanteil aus. Sie wollen dadurch Entschlossenheit, Stärke, Furchtlosigkeit und letztlich auch ihren aggressiven Kampfwillen zur Schau zu stellen. Macht ihnen die Ablehnung von AnwohnerInnen oder eine Blockade einen Strich durch die Rechnung, bleibt ihnen nur noch eine schmachvolle Opferrolle. Gegen Nazis zu demonstrieren, verschafft ihnen also nicht etwa zusätzliche Aufmerksamkeit, sondern beschädigt ihre Strukturen nachhaltig.

Die Linksjugend [`solid] mobilisiert nach Dresden – beteilige auch Du Dich!

Der geplante Aufmarsch der Nazis am 19.2. ist das zentrale Ereignis der europaweiten Nazi-Szene. In vielen Städten formieren sich bereits breite Anti-Nazi-Bündnisse, um nach Dresden zu mobilisieren. Die Linksjugend [`solid] beteiligt sich am bundesweiten Bündnis „Dresden Nazifrei“ und vor Ort in lokalen Bündnissen. Zur Unterstützung der Mobilisierung haben wir unsere BLOCK FACISM Broschüre aktualisiert und in einer zweiten Auflage herausgebracht. Die Broschüre kann auf unserer NRW-Internetseite heruntergeladen werden und unter bestellung@linksjugend-solid-nrw.de bestellt werden. An Hand dieser Broschüre kannst auch Du eine Mobi-Veranstaltung durchführen! Auf der Internetseite des Bündnisses „Dresden Nazifrei!“gibt es zudem auch eine Präsentation, die für einen Vortrag frei verwendet werden kann. Schließlich helfen wir wenn nötig auch bei der Suche nach ReferentInnen. Unsere Busse fahren aus unterschiedlichsten Städten in NRW ab.