Sommer verfolgt bildungspolitischen Irrweg weiter

Zu den gestern vorgestellten Ergebnissen des NRW-Zentralabiturs erklären Fabian Bünnemann, Landessprecher der Linksjugend ['solid] - nrw, und Niema Movassat, jugendpolitischer Sprecher von DIE LINKE. NRW:

"Die Zufriedenheit der Schulministerin mit dem diesjährigen Zentralabitur können wir uns in keiner Weise erklären", so Bünnemann. "Nur weil das Zentralabitur trotz aller Pannen noch mal glimpflich ausgegangen ist, heißt das nicht, dass es Chancengleichheit und Vergleichbarkeit erreicht, wie die Landesregierung immer betont." Der Landessprecher der Linksjugend ['solid] - nrw sieht stattdessen eine Privilegierung der Wirtschaft: "Auf die Schülerinnen und Schüler wird dabei überhaupt keine Rücksicht mehr genommen. Hauptsache ist, die Schulen können noch besser für die Wirtschaft selektieren und damit ihrer Hauptaufgabe im Kapitalismus gerecht werden."

Niema Movassat, jugendpolitischer Sprecher von DIE LINKE. NRW, kritisiert zugleich den nun vorgelegten Maßnahmenkatalog zur Stärkung von Gesamtschulen und Gymnasien mit deutlichen Leistungsabweichungen: "Wer, wie Frau Sommer, durch bedarfsorientierte Fortbildung und detaillierte Abiturauswertungen für die SchulleiterInnen glaubt, die Bildung der Schülerinnen und Schüler maßgeblich zu verbessern, der irrt." Aus Sicht der LINKEN liegt das Problem im Schulsystem selbst. Deshalb fordert DIE LINKE. NRW eine Schule für Alle und kleinere Schulklassen, um eine bessere und gerechte Bildung zu ermöglichen.

"Wir wollen eine Politik für und nicht, wie die Landesregierung, gegen die SchülerInnen machen", so Movassat und Bünnemann abschließend.