Bundeswehr raus aus den Schulen!

Zur Antwort der Landesregierung bzgl. Einsätzen von Jugendoffizieren in den Schulen Nordrhein-Westfalens erklären Niema Movassat, jugendpolitsicher Sprecher DIE LINKE. NRW, und Fabian Bünnemann, Landessprecher der Linksjugend ['solid] - nrw:

Einer Antwort der Landesregierung auf eine Landtagsanfrage ist zu entnehmen, dass 25.699 nordrhein-westfälische Schülerinnen und Schüler in den Jahren 2007 und 2008 durch die Bundeswehr "informiert" wurden. Dies entspricht fast 1000 Veranstaltungen im genannten Zeitraum.

"Wir finden diese Zahl schockierend", so Niema Movassat. "Es kann nicht angehen, dass die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher in einer Weise ausgenutzt wird, dass diese sich auf Jahre verpflichten und damit Angriffskriege der Bundeswehr unterstützen. Und das nur, um eine äußerst fragliche Perspektive für ihr Leben zu erhalten. Zwar behauptet die Landesregierung, es ginge um sicherheitspolitische Fragestellungen - aber dennoch findet letztlich Werbung für den Dienst beim Militär statt."

Fabian Bünnemann: "Skandalös ist für uns aber auch noch etwas anderes: So spricht die Landesregierung davon, dass "die Teilnahme verpflichtend" sei". Auch geht aus der Antwort hervor, dass der Landesregierung nicht bekannt ist, ob jeweils auch andere Darstellungen angehört werden. "Militär gehört für uns nicht in die Schule. Wenn in der Schule über internationale Politik informiert wird, sollten das Friedens- und Konfliktforscher machen, nicht die Bundeswehr!"