Mit Steinmeier und Merkel Schlüsselindustrien vergesellschaften!

Zu Plänen von Bund und Ländern, eine Staatsbeteiligung am Autobauer Opel anzustreben, erklärt Fabian Bünnemann, Landessprecher Linksjugend ['solid] - nrw:

"In Zeiten der Finanzkrise zeigt sich der Kapitalismus wieder mit seinem zerstörerischen Charakter, seiner Gier nach immer höherem Profit. Fallen Gewinne ab, gehen diese wie selbstverständlich an Privatpersonen", beschreibt Fabian Bünnemann, Landessprecher der Linksjugend [’solid] - nrw. "Steht ein großer Konzern hingegen vor dem Ruin werden die anfallenden Verluste sozialisiert."

Auf viel Zustimmung stoßen bei der Jugendorganisation daher auch die jüngsten Äußerungen von SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier, der eine Staatsbeteiligung an Opel nicht mehr ausschließt. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Merkel bereits eine Verstaatlichung von Banken als mögliche Maßnahme zum Umgang mit der Finanzkrise bezeichnet.

"Herr Steinmeier scheint endlich einzusehen, dass der Markt nicht funktioniert. Er ist daher herzlich eingeladen, mit uns an der Überwindung des Kapitalismus zu arbeiten", so der Landessprecher süffisant. "Der Vizekanzler könnte uns mit seinem in der Verwaltung erworbenen Fachwissen sehr bei einer Vergesellschaftung der Schlüsselindustrien weiterhelfen."

Die Jugendorganisation der LINKEN sieht den Fehler im System: "Wir stehen für einen Politikwechsel, der für uns gleichbedeutend ist mit einem Systemwechsel - wir wollen den Kapitalismus abschaffen", so Bünnemann. "Unsere Alternative ist die einer basisdemokratischen, emanzipatorischen und sozialistischen Gesellschaft. Beim Aufbau dieser Alternative würden wir uns über die Mitwirkung von Herrn Steinmeier sehr freuen."