Queere Rechte erkämpfen!

Hinweis: In diesem Post gebrauchen wir den Begriff LGBTQ+, damit wollen wir natürlich nicht darin nicht namentlich genannte Sexualitäten ausschließen. Wir wollen uns auf alle verschiedenen Sexualitäten und Identifikationen beziehen, nutzen der Einfachheit wegen jedoch den gängigen Begriff LGBTQ+(Lesbian, Gay, Bisexual, Trans, Queer and more).

Jedes Jahr im Juni feiert die LGBTQ+ Community mit ihren Unterstützer:innen den Pride-Month mit verschiedenen Events, Paraden und Protestaktionen überall auf der Welt. Wir feiern mit allen Queers die Rechte, die sie besonders seit den Stonewall-Riots gewonnen haben, und skandalisieren, dass diese noch nicht überall selbstverständlich sind. Der Pride-Month ist also nicht nur eine Möglichkeit zu feiern, sondern auch zu protestieren, für gleiche Rechte zu kämpfen und sich gegen Diskriminierung stark zu machen.

Bis heute ist in 71 Ländern auf der Welt einvernehmlicher Sex zwischen gleichgeschlechtlichen Partner:innen illegal und wird strafrechtlich verfolgt, in elf Ländern steht darauf die Todessstrafe. In 15 Ländern existiert zusätzlich ein Gesetz gegen Transgender-Personen und Abweichungen von Gendernormen wie dem binären System, der Kleidung oder dem Verhalten. Auch in Deutschland gibt es noch immer regelmäßig Gewalt gegen queere Personen, ein Coming-Out wird oft aus Angst vor der Reaktion der eigenen Familie jahrelang hinausgezögert oder ganz gemieden. Auch in unserem Alltag bestimmen heteronormative Normen das Leben, in den Medien, in der Werbung und in der Sprache. Erst seit 2017 gibt es die Ehe für Alle, noch ist die Anwendung von Konversions-Therapien (ein Versuch, die Sexualität queerer Personen „umzupolen“) an Minderjährigen nicht in allen Bundesländern verboten.

Wir stellen uns gegen diese Diskriminierung und zeigen klare Kante gegen Homo- und Transphobie im Alltag! Wir fordern stärkere Verfolgung und härtere Strafen, außerdem bessere Aufklärung über die LGBTQ+ Community, verschiedene Sexualitäten und Geschlechter! Auch in der Schule muss die Existenz verschiedener Sexualitäten und Geschlechter im Unterricht berücksichtigt und z.B. im Sexualkundeunterricht besprochen werden! Homophobie, Transphobie und Heteronormativität haben in unserer Gesellschaft keinen Platz!

Was waren die Stonewall Riots?

Die Aufstände am Stonewall Inn, einer LGBT-Disco in New York, richteten sich gegen die Razzien der Polizei in LGBTQ+-freundlichen Bars und Clubs, bei denen oft unter Anwendung schlimmste Gewalt immer wieder Schwule und Lesben wegen ihrer sexuellen Orientierung verhaftet wurden. Mit oft militanten und spontanen Demonstration ab Juni 1969 erkämpfte sich die Community das Recht, ihre Sexualität und ihren geschlechtliche Identität frei auszuleben.