Solidarität mit den Opfern sexueller Übergriffe durch die katholische Kirche

Solidarität mit den Opfern der katholischen Kirche und Einschreitung von staatlichen Institutionen in diesen Skandalen!

Von den Jahren 1946 von 2014 waren laut MHG-Studie 3677 Jugendliche und Kinder von sexuellem Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche betroffen. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher. Diese Jugendlichen nehmen nach diesen Taten ihre psychischen und sozialen Probleme mit ins Erwachsenenleben.

Panikstörungen und Bindungsangst sind nur einige Probleme von viele Betroffenen erleiden. Anstatt diese Verbrechen vor weltlichen Gerichten untersuchen und urteilen zu lassen, kehrt die katholische Kirche diese unter den Teppich. Es gibt keine allgemeine Anzeigepflicht bei sexuellem Missbrauch. Dies führt dazu, dass nur selten die Kirche und ihre Träger die Taten zur Anzeige bringen und stattdessen es den Bistümern selbst überlassen wie mit Missbrauchsfällen umzugehen sei. Polizeiliche Behörden haben keinen Zugriff auf Personal- und Missbrauchsakten. Eine Verdunkelung der Taten findet dadurch statt. Die meisten Ermittlungen wurden 2020 von den Behörden ohne Ergebnisse eingestellt. Was das Ganze auf die Spitze treibt, sind Zahlungen an die Opfer. Hiermit ist die Sache für die katholische Kirche erledigt.

Doch bekommen die Opfer dafür Gewissheit dass die Täter bestraft werden? Lindern die Zahlungen die Schmerzen der Betroffenen? Nein - beides geschieht nicht! Aktuell haben sich 1200 Personen bei der katholischen Kirche gemeldet um Entschädigungen gezahlt zu bekommen. Die katholische Kirche zahlte diesen 5000 Euro, Opferverbände fordern stattdessen 300.000 Euro pro Person. In NRW im Erzbistum Köln wurden und werden weiterhin massiv Täter gedeckt und versucht die Opfer zum Schweigen zu bringen.

Wir fordern die Diskussion dieses Themas auf Kommunaler, landes- und Bundesebene, um gesellschaftlichen Druck auszuüben, damit eine wirkliche anschließende Aufklärung beziehungsweise Strafverfolgung der sämtlichen Missbrauchstaten stattfindet!

Stattdessen wird gelogen, verdrängt oder den Opfern sogar mit dem „Schadensersatz“ eine Art Schweigegeld bezahlt, damit die Verantwortlichen sich nicht mit diesem Thema beschäftigen müssen. Wir müssen hier ein klares Zeichen setzen. Auch eine religiöse Organisation muss sich vor einer weltlichen Institution wie einem Gericht verantworten und seine gerechte Strafe bekommen, ohne Ausnahme. Gleichzeitig unterstützen wir progressive Kräfte innerhalb der katholischen Kirche, die für offenere Strukturen eintreten und an einer wirklichen Aufklärung der Missbrauchsfälle interessiert sind.