Solidarität mit Jeremy Corbyn!

Gegen den rechten Putsch in der Labour-Party!

Am Donnerstag gab Keir Starmer, Vorsitzender der Labour-Party in Großbritannien bekannt, dass man Jeremy Corbyn sowohl im Unterhaus, als auch in dessen Parteimitgliedschaft suspendiert hat, als Antwort auf angebliche Antisemitismusvorwürfe gegen den ehemaligen Labour-Vorsitzenden.

Die Vorwürfe der Equality and Human Rights Comission jedoch sind nichts anderes als erlogen und konstruiert, um Jeremy Corbyn und mit ihm den linken Flügel von Labour zu sabotieren und aus der Partei zu treiben. Als Corbyn 2015 die Führung der Labour-Party antrat, strömten hunderttausende Arbeiter*innen und Jugendliche in die ehemalige Arbeiterpartei ein, in der Hoffnung, diese wieder auf einen sozialistischen und linken Kurs nach fast zwei Jahrzehnten "New Labour" zu bringen. Während Labour unter Tony Blair und dem rechten Parteiflügel um "New Labour" Kriegseinsätze billigte und Kriegsverbrechen begann, Sozialkürzungen durchsetzte und Sparpolitik im Interesse der Herrschenden betrieb, gab es mit Jeremy Corbyn und der Bewegung um ihn die Hoffnung, ein sozialistisches Programm nach Jahren neoliberaler Politik durchzusetzen im Interesse der Arbeitenden. 2017 holte Labour mit fast 40,3% das beste Ergebnis seit Jahrzehnten, was die Popularität sozialistischer und linker Ideen in der Bevölkerung unterstrich. 2019 jedoch unterlag Labour aufgrund einer unklaren Haltung zum Brexit und Corbyn wurde nicht erneut Vorsitzender.

Schon in den letzten Jahren wurde von der bürgerlichen Presse Hetze gegen Corbyn und seinen politischen Positionen zum Nahostkonflikt betrieben. Gezielt wurden Antisemitismusvorwürfe konstruiert, welche zum Zweck hatten, Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf zu dämonisieren und Corbyn als Labour-Vorsitzenden zu delegitimieren. Nach Corbyns Ausscheiden als Labour-Vorsitzenden hat nun der Rechte Flügel die Gunst der Stunde genutzt und versucht die Partei vom neuen linken Einfluss zu säubern und sie zu einem prokapitalistischen Programm zurückzuführen.

Seitdem verlassen Labour-Mitglieder in Massen die Partei und warten auf das Handeln von Corbyn, welcher sich jedoch zurückhält. Diese Zurückhaltung, die Corbyn seit seiner Wahl gegenüber der Hetze und den Sabotageversuchen seiner eigenen Parteigenoss*innen im Unterhaus und der Partei gezeigt hat, ist fatal. Statt die Mitgliedschaft der Labour zurückzuhalten, gilt es nun gegen den Angriff von Rechts zu mobilisieren und den Vorwürfen und Lügen entschieden zu widersprechen. Hinter den Antisemitismusvorwürfen stehen nichts anderes als politische Interessen, den sozialistischen Kurs von Labour zu stoppen und den Masseneinfluss von Arbeiter*innen, Jugendlichen und Aktiven zu vereiteln. Auch in Großbritannien führen Arbeiter*innen und Jugendliche zurzeit Kämpfe gegen die auf sie abgewälzten Folgen der Wirtschaftskrise, Sozialkürzungen und der Zukunftslosigkeit des kapitalistischen Systems. Der Versuch der bürgerlichen Medienmogule und des rechten Parteiestablishments den linken Flügel der Labour-Party zu sabotieren ist ein Angriff auf die gesamte Arbeiterklasse in ihrem Kampf für eine Partei in ihrem Interesse. Als linksjugend ['solid] Dortmund sind wir daher solidarisch mit Jeremy Corbyn! Für eine sozialistische Partei im Interesse der Arbeiterklasse!

Der Text wurde von den Genoss*innen der Linksjugend ['solid] Dortmund verfasst.