Aktionskonferenz: Von Dresden nach Duisburg

"Probesitzen" vor der Merkez Moschee.
"Probesitzen" vor der Merkez Moschee.

Über drei Tage verteilt beteiligten sich rund 120 Aktivistinnen und Aktivisten an der Aktionskonferenz "von Dresden...nach Duisburg: Strategien und Perspektiven erfolgreicher Anti-Nazi-Proteste" in Duisburg Marxloh. Die Konferenz wurde gemeinsam von Linksjugend [´solid] und Die Linke.SDS organisiert. Die Auftaktveranstaltung am Freitag Abend wurde gemeinsam mit dem Marxloher Stadtteilbündnis "Marxloh stellt sich quer" organisiert und war gut besucht!

Als Kernelement des Erfolges von Dresden wurde der Aufbau eines breiten Bündnisses, das auf entschlossene Massenblockaden orientiert und dabei einen transparenten Aktionskonsens vertritt, gewertet. Mit diesem Modell sollen künftig auch an vielen anderen Orten Nazi-Aufmärsche verhindert werden. Unter anderem am 27. und 28.März, wo Pro NRW und NPD Aufmärsche unter dem Motto "Abendland in Christenhand" gegen Muslime planen.

Neben interessanten Beiträgen zu Legalität und Legitimität von Blockaden (Peter Zimmermann, Pfarrer aus Jena), wurde auch der Kontext des Erfolges von Dresden (Christine Bucholz, Bundestagsabgeordnete DIE LINKE), die Strategie solcher Blockaden (Christoph Ellinghaus) und vieles mehr in Podiumsdiskussionen und Workshops diskutiert.

Zu den rassistischen Hintergründen der Pro NRW Partei und ihrer propagierten Islamophobie klärte Ulla Jelpke (MdB DIE LINKE) bereits am Freitagabend auf. Am darauf folgenden Samstag begrüßten wir Dr. Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung) als Referentin zum Thema "Islamophobie - Wie funktioniert Islamfeindlichkeit in unserer Gesellschaft?" ein breites Publikum. Dabei wurde deutlich, dass anti-muslimische Ressentiments bewusst von von vielen Medien geschürt werden – darunter bekannte und viel gelesene Nachrichtenmagazine, wie „Spiegel“ und andere.

Für viele KonferenzteilnehmerInnen bot die Aktionskonferenz auch eine Vernetzungsplattform zum Aufbau einer langfristig angelegten Anti-Nazi-Arbeit im gesamten Bundesgebiet. Nach Dresden wird nun Duisburg zum antifaschistischen Fokus der nächsten Wochen. Wir werden unsere Städte und Dörfer nie wieder in die Hände der Nazis geben!

Die erfolgreiche Konferenz wurde schließlich durch ein "Probesitzen" vor der Merkez Mosche beendet.

 

Auf zur Blockade der Nazis in Duisburg!