Volle Bäuche statt volle Tonnen! (Zoom-Videokonferenz)

Die weltweite Nahrungsmittelproduktion würde reichen, um weit mehr als die derzeitige Weltbevölkerung zu ernähren. Trotzdem muss jeder neunte Mensch Hunger leiden. In Deutschland sind 1,6 Millionen Menschen auf die Tafeln angewiesen. Während der Corona-Pandemie sind viele Tafeln geschlossen oder können nur sehr eingeschränkt helfen.

Die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist trotz enormer Produktivität eine Klassenfrage: Wer viel Geld hat, kann sich gesunde Bio-Lebensmittel leisten. Wer hingegen nur wenig Geld hat ist auf ungesundes Essen aus konventioneller Produktion oder sogar auf Spenden angewiesen. Oder muss Hunger leiden. Gleichzeitig wird tonnenweise gutes Essen weggeworfen. Das große Wegwerfen wird vom Staat geschützt. Wer das Essen aus den Tonnen wieder herausholt wird hingegen kriminalisiert.

In dem Vortrag wird am Beispiel Deutschland dargestellt, wie viele Lebensmittel vom Feld bis zu den Endverbraucher*innen weggeworfen werden, und warum das passiert. Es werden Lösungsansätze wie das Konzept vom „bewussten Konsum“ oder die Idee des Konsumverzichts auf ihre Wirksamkeit überprüft und die Rolle von Tafeln und Foodsharing eingeordnet. Und es wird die Frage diskutiert, wie man diese Probleme grundlegend und nachhaltig lösen kann.

Der Referent Christian Walter aus Aachen ist Landessprecher der linksjugend ['solid] NRW und Mitglied der Sozialistischen Organisation Solidarität. Er containert seit über zehn Jahren, organisiert Kampagnen gegen die Kriminalisierung von Containernden und hat das Buch „Volle Bäuche statt volle Tonnen!“ geschrieben.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 21. Mai um 16 Uhr als Zoom-Videokonferenz statt. Eine Teilnahme ist per Smartphone-App, PC oder auch telefonisch möglich. Die Zugangsdaten findet ihr hier:

https://us02web.zoom.us/j/86739947089
Telefonisch: +49 30 5679 5800
Meeting-ID: 867 3994 7089