Neuer Umweltflyer

SAVE OUR CLIMATE, NOT THEIR PROFITS!
SOCIALIST CHANGE TO STOP CLIMATE CHANGE!

KLIMA VS KAPITALISMUS
Seit einem Jahr bestreikt Greta Thunberg freitags die Schule, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Kurz darauf schlossen sich weltweit Schüler*innen und Studis an. In diesem Jahr hat sich viel im Bewusstsein getan, aber wenig praktisch verändert. So ist der Klimawandel überall ein großes Thema, es ist auch allen klar, dass dringend radikale Maßnahmen zum Klimaschutzerfolgen müssen. Aber was passiert tatsächlich?
Wälder brennen, dieses Jahr wurde mehrfach der Hitzerekord für Deutschland geknackt. In Deutschland wurde von den herrschenden Parteien bisher nur eine nennenswerte konkrete Maßnahme entwickelt: Eine CO2-Steuer, die die Reichen kaum belastet, arme Menschen dafür um so stärker. Währenddessen machen Klimakiller wie RWE und BMW weiter Riesenprofite auf Kosten der Umwelt. Den viel zu späten Kohleausstieg lassen sich die Konzerne teuer bezahlen – von unseren Steuergeldern.

Offensichtlich reicht es nicht, jeden Freitag Schule und Uni zu bestreiken, damit Merkel & Co umswitchen. Woran liegt das?

In unserer heutigen kapitalistischen Wirtschaftsweise wird nur auf die Profite der Konzerne Rücksicht genommen. Beispiele dafür gibt es nur zu viele: Der Dieselskandal, für den nun Betroffene statt die Verantwortlichen zahlen müssen, oder der Hambacher Forst, in dem Demonstrant*innen durch Polizist*innen verprügelt wurden, um die Profite der Braunkohleindustrie zu sichern. Die herrschenden Parteien machen Politik im Interesse der Konzerne und Superreichen. Und deren Interesse ist es nicht, viel Geld für Umweltschutz zu bezahlen. Denn das würde die Profite schmälern.

So funktioniert der Kapitalismus: Für eine kleine Minderheit, auf Kosten der Mehrheit. Was wir brauchen, ist eine Gesellschaft in der entsprechend den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt produziert wird.
Sprich: Den Sozialismus!

STREIK ALS POLITISCHES KAMPFMITTEL
Streiks sind das traditionelle Mittel der Arbeiter*innenbewegung, der einfachen Menschen, sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren. Streiks bringen die Zahnräder des Systems zum Stillstand und zwingen die Herrschenden, darauf zu reagieren. Das trifft aber nicht auf Schul- oder Unistreiks zu: Sie sind gut geeignet, um politischen Druck aufzubauen und um Arbeiter*innen aufzurufen, auch in Aktion zu treten. Aber sie können keinen direkten wirtschaftlichen Druck aufbauen.
Nach einem Jahr Schul- und Unistreiks müssen wir feststellen, dass wir die Proteste ausweiten müssen. Die Bewegung muss auf die Betriebe ausgeweitet werden! Ohne unsere Arbeitskraft können die Konzerne keine Profite einfahren. Würde das ganze Land mit einem Generalstreik lahm gelegt, würden schnell ganz andere Maßnahmen als eine unsoziale CO2-Steuer auf der Tagesordnung stehen.

UNSER KLIMA, UNSERE ZUKUNFT
Es ist natürlich trotzdem richtig, massenhaft und entschlossen auf die Straße zu gehen! Und die Schule und Uni dafür zu bestreiken. Aber damit dürfen wir nicht zufrieden sein, wenn wir gewinnen wollen. Der Schlüssel zu ökonomischen Streiks sind die Gewerkschaften. Sie müssen aufhören, Klimaschutz und Jobs gegeneinander zu stellen und im Interesse ihrer Mitglieder für beides – für die Zukunft -kämpfen. Darauf muss man aber nicht warten: Berufsschulklassen können an Streikdemos teilnehmen und die Erfahrungen in die Betriebe tragen. Betriebsräte und Jugendauszubildendenvertretungen haben Möglichkeiten, beispielsweise im Rahmen von Betriebsversammlungen die Arbeit zum Stillstand zu bringen, über den Klimawandel zu reden und Forderungen an die Gewerkschaftsbosse zu stellen. Belegschaften können sich auch unabhängig von der Gewerkschaftsspitze zum Streik entschließen.

SOZIALISTISCHE ZUKUNFT
Der Kapitalismus steuert geradezu auf den Klimakollaps zu. Um das zu verhindern, brauchen wir ein grundsätzlich anderes System, das die Welt den Händen der wenigen Superreichne entreisst und stattdessen auf Nachhaltigkeit setzt. Statt an deren Profiten sollte sich die Wirtschaft an den Bedürfnissen von Mensch und Natur orientieren! Auf dieser Grundlage könnten schnell drastische Verbesserungen umgesetzt werden: Ein kostenloses und gut ausgebautes Verkehrswesen, damit niemand mehr Auto fahren müsste. Abbau von Überproduktion, um Energie, Ressourcen und Arbeitskraft zu sparen. Sofortiger Ausstieg aus der Braunkohle, schneller Umstieg auf eine 100 Prozent erneuerbare Energien. Und vieles mehr.
Dazu müssten die großen Banken und Konzerne in Gemeineigentum überführt werden. Unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung der Beschäftigten und in Kooperation mit Umwelt- und Verbraucher*innenverbänden könnte die Produktion nachhaltig umgestellt und langfristig geplant werden, ohne dass das zu Lasten der Arbeiter*innen geht.

Diese Gesellschaft hat einen Namen: Sozialistische Demokratie. Kämpf mit uns dafür, für eine lebenswerte Zukunft!

Wir kämpfen nicht für die CO2-Steuer oder das Verbot von Plastiktüten. Wir kämpfen für wirkliche Veränderung! Werde mit uns aktiv für:

  • Kohleausstieg jetzt! Garantierte Weiterbeschäftigung ohne Lohnverlust für alle Beschäftigten. Wo nötig: Umschulung auf Kosten der Konzerne.
  • Ernergieverbrauch senken, Überproduktion abbauen!
  • Vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien!
  • Kostenloser und gut ausgebauter öffentlicher Personenverkehr!
  • Entschädigungszahlungen der Konzerne für die Kosten der verursachten Umweltschäden!
  • Enteignet RWE! Überführung der größten Energiekonzerne in Gemeineigentum unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch gewählte Vertreter*innen aus den Reihen der Beschäftigten unter Einbeziehung von Vertreter*innen von Verbraucher*innen- und Umweltschutz-Organisationen!
  • Demokratische Kooperation und nachhaltige Planung von Wirtschaft und Energieerzeugung entsprechend den Bedürfnissen von Mensch und Umwelt!