Freiräume erkämpfen! Solidarität mit der Besetzung der "Zentrale" in Münster

Seit heute Morgen wird die "Zentrale" in Münster besetzt!
Das Gebäude wurde bisher unter anderem als Konzertlocation genutzt und befindet sich im Herzen des Hansaviertels, welches bereits seit einigen Jahren massiv von Gentrifizierungsmaßnahmen betroffen ist.
Die Beendigung des Mietvertrags und der geplante Abriss des Gebäudes reihen sich ein in die unsoziale und nicht nachhaltige Umstrukturierung des Viertels.

Wir als linksjugend ['solid] NRW sind solidarisch mit den Besetzer*innen, ihrem Protest und ihren Forderungen!
Wenn ihr in der Nähe seid: Kommt vorbei und unterstützt das Projekt.
Alle weiteren Infos findet ihr auf der Instagram-Seite der Zentrale: https://www.instagram.com/zentrale_muenster/

Im Folgenden die Forderungen der Besetzer*innen:
Eine Stadt für die Menschen und nicht für die Wirtschaft! Während bezahlbarer Wohnraum knapp wird, werden immer mehr Luxuswohnungen und Einkaufszentren gebaut. Das nutzt nicht den Anwohner*innen, sondern in erster Linie Investor*innen und großen Unternehmen. Zudem steigen durch solche „Aufwertungen“ die Mietpreise und langjährige Anwohner*innen werden aus ihrem Viertel verdrängt. Wir wollen eine Stadt, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird, die in ihr leben. Daher fordern wir:

  • Einbeziehung der Anwohner*innen in Entscheidungen, die ihr Viertel betreffen
  • Mehr Sozialwohnungen, weniger Luxus-Appartements
  • Mieten konsequent deckeln

Kreative Freiräume schützen! Die Räume am alten Güterbahnhof (inkl. der Zentrale) sind ein wichtiger Anlaufpunkt für die lokale Kunst- und Musikszene. Dort können Kreative ohne kommerzielle Zwänge ihrer Leidenschaft nachgehen. In deiner Stadt, in der immer mehr Fläche dem Konsum geopfert wird, sind solche Freiräume rar und müssen verteidigt werden.

Für eine zukunftsfähige Stadt: Verkehrswende konsequent vorantreiben! Anstatt, wie im Schlaun-Wettbewerb vorgesehen, den Autoverkehr durch teure Baumaßnahmen weiter zu fördern, sollte das städtische Geld besser in klimafreundliche Alternativen gesteckt werden. Konkret bedeutet das:

  • Fahrradwege ausbauen
  • Kostenloser ÖPNV, statt immer weiter steigenden Buspreisen
  • Mehr Grünflächen, anstelle von Vergrößerung der Fahrbahnen