Kämpf um Deine Zukunft!

Fridays for Future: Klima vs Kapitalismus
Seit einem Jahr demonstriert Greta Thunberg jeden Freitagvor dem schwedischen Parlament, statt zur Schule zu gehen. Als die damals 15-jährige im Dezember 2018 vor der UN-Klimakonferenz auftrat, wurde sie weltweit zu einem Vorbild. Unter dem Slogan „Fridays for Future“ traten Schüler*innen, Azubis und Studierende in den Streik.
Auch in Deutschland haben Schüler*innen beschlossen, statt Freitags in die Schule zu gehen, gemeinsam zu streiken. Am 18. Januar 2019 demonstrierten im ganzen Bundesgebiet 25.000 Schüler*innen und Studierende gegen die nationale wie internationale Klimapolitik der Herrschenden. Die Proteste sind ein erster Schritt im Kampf für unsere Zukunft!
Wissenschaftler*innen warnen, fordern, dass der Ausstoß von Treibhausgasen drastisch reduziert werden müsse, um die Erderwärmung auszubremsen. Schnelle, radikale Maßnahmen sind nötig – doch es passiert kaum etwas.
In unserer heutigen kapitalistischen Produktionsweise wird nur auf die Profite der Konzerne Rücksicht genommen. Beispiele dafür gibt es nur zu viele: Der Dieselskandal, für den nun Betroffene statt die Verantwortlichen zahlen müssen, oder der Hambacher Forst, in dem Demonstrant*innen durch Polizist*innen verprügelt wurden, um die Profite der Braunkohleindustrie zu sichern. Was wir aber brauchen, ist eine Gesellschaft in der entsprechend den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt produziert wird. Sprich: Den Sozialismus!

Streik als politisches Kampfmittel
Streiks sind das traditionelle Mittel der Arbeiter*innenbewegung, der einfachen Menschen, sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren. Streiks bringen die Zahnräder des Systems zum Stillstand und zwingen die Herrschenden, darauf zu reagieren. Egal ob in der Schule oder Universität – Nichts läuft mehr. Besonders Streiks in Betrieben sind ein mächtiges Mittel, weil sie unmittelbar wirtschaftlichen Druck ausüben und verhindern, dass die Bosse ihre Profite einfahren können.
Bei Streiks gehen wir gemeinsam und solidarisch auf die Straße, um für unsere Ziele zu kämpfen. Bei einem Streik agieren wir gemeinsam, wir diskutieren und planen. Welche Möglichkeiten hätten wir, wenn wir nicht nur den gemeinsam Widerstand organisieren, sondern gemeinsam diskutieren würden, wie wir den Kohleausstieg und die Umstellung auf erneuerbare Energien umsetzen könnten, und die Aufgabe selbst anpacken würden? Sie zeigen, was in einer anderen Gesellschaft möglich wäre.

Unsere Zukunft, unser Klima
Wir wissen: Die Lage ist ernst! Doch die internationalen Gipfel auf denen Merkel, Trump, Xi Jinping und Co über den Klimawandel diskutieren, werden die Klimakatastrophe nicht aufhalten. Denn sie machen Politik für die Profite der Autoindustrie und kapitalistischen Wirtschaft – nicht für unsere Zukunft.
Deshalb ist es richtig, massenhaft und entschlossen auf die Straße zu gehen! Und die Schule und Uni dafür zu bestreiken! Denn wenn sich die Beschäftigten daran ein Vorbild nehmen und die Arbeit niederlegen, würde es die Klimakiller dort treffen, wo es am meisten weh tut: Bei den Profiten. Deshalb müssen die Gewerkschaften aufhören Klimaschutz und Jobs gegeneinander zu stellen und im Interesse ihrer Mitglieder für beides kämpfen.

Wir brauchen mehr als nur vage Absichtserklärungen oder das Verbot von Plastiktüten. Werde deshalb mit uns aktiv für:

  • Kohleausstieg jetzt! Garantierte Weiterbeschäftigung ohne Lohnverlust für alle Beschäftigten. Wo nötig: Umschulung auf Kosten der Konzerne.
  • Ernergieverbrauch senken, Überproduktion abbauen!
  • Vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien!
  • Kostenloser und gut ausgebauter öffentlicher Personenverkehr!
  • Entschädigungszahlungen der Konzerne für die Kosten der verursachten Umweltschäden!
  • Enteignet RWE! Überführung der größten Energiekonzerne in Gemeineigentum unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch gewählte Vertreter*innen aus den Reihen der Beschäftigten unter Einbeziehung von Vertreter*innen von Verbraucher*innen- und Umweltschutz-Organisationen!
  • Demokratische Kooperation und nachhaltige Planung von Wirtschaft und Energieerzeugung entsprechend den Bedürfnissen von Mensch und Umwelt!