Bereit für die nächste Runde: Solidarität mit dem Streik im öffentlichen Dienst!

Für Dienstag ruft die Gewerkschaft ver.di zum Warnstreik im öffentlichen Dienst auf. Wir als linksjugend [‘solid] nrw stehen solidarisch an der Seite der Streikenden und werden uns mit den Kolleg*innen gemeinsam an den Streikaktionen beteiligen.

Der öffentliche Dienst betrifft viele Bereiche - unter anderem KiTas, Krankenhäuser, Müllabfuhr, Verwaltungen und viele mehr. Jeder und jede sollte ein Interesse daran haben, dass die Angestellten in diesen Bereichen einen gerechten Lohn bekommen und guten Arbeitsverhältnissen haben. Schließlich halten sie große Teile des gesellschaftlichen Lebens am Laufen und einigen von ihnen vertrauen wir sogar unser Leben an!

Immer wieder heißt es, dass die deutsche Wirtschaft sich im Aufschwung befindet. Doch von diesem Aufschwung spürt die Mehrheit der Menschen nichts. Mit berechtigter Wut gehen die Beschäftigen in die aktuelle Tarifrunde, um ihr Stück vom Kuchen zu verlangen. Die herrschende Politik argumentiert damit, dass wenn die Gehälter im öffentlichen Dienst erhöht werden, man angeblich nicht mehr in die Sanierung und dem Ausbau von Krankenhäusern und Kitas investieren könne. Dieser unsinnigen kapitalistischen Logik müssen wir uns entgegenstellen: Es ist genug Geld für alle da! Statt Investitionen in Rüstungsindustrie und Steuererleichterungen für die Megareichen, brauchen wir eine Politik für die Mehrheit der Menschen, nicht für eine reiche privilegierte Minderheit.

Wir unterstützen die Forderungen der Gewerkschaften in der aktuellen Tarifrunde im öffentlichen Dienst. 6% mehr Lohn und mindestens 200€ mehr für eine Laufzeit von zwölf Monaten sind absolut gerechtfertigt und sofort umsetzbar! Im Bereich Ausbildung wird 100€ mehr gefordert – Ein guter Anfang. Wir als linksjugend [‘solid] nrw setzen uns für eine Mindestausbildungsvergütung von 1.400 € ein und fordern, dass diese gesetzlich festgeschrieben wird. Wir unterstützen alle Gewerkschafter*innen dabei, die Forderungen in den aktuellen Auseinandersetzungen offensiv nach vorne zu tragen.

Die aktuellen Forderungen sind für uns nur ein Startpunkt für weitergehende Auseinandersetzungen. Der Streik der IG Metall hat gezeigt was für eine ökonomische Macht die Lohnabhängigen haben. Durch Arbeitskampf müssen wir den Druck weiter erhöhen. Wir setzen uns ein:

★ für sofortige Lohnerhöhungen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
★ für Arbeitszeitverkürzung auf eine 30-Stundenwoche bei vollen Personal- und Lohnausgleich, damit endlich mehr Zeit für Familie und Freunde da ist und der enormen Arbeitsbelastung ein Ende gesetzt wird.
★ für die unbefristete Übernahme aller Azubis
★ für die Besteuerung von Vermögen und Gewinnen, damit der immense Reichtum einiger Weniger endlich sinnvoll genutzt wird!

Lasst uns gemeinsam für diese Ziele kämpfen und am 10. April auf die Straße gehen!