Solidarität mit allen afghanischen Geflüchteten - Abschiebungen stoppen!

Thomas de Maizière im Urlaub.
Afghanistan? Vollkommen sicher!

Am 23. Januar soll am Düsseldorfer Flughafen ein Flugzeug nach Kabul (Afghanistan) starten – mit an Bord Geflüchtete, die in Deutschland kein Asyl bekamen. Nehmt an den Protesten am Flughafen Düsseldorf teil! https://www.facebook.com/events/760636087466703/

Flüchtlingspolitik a la de Maizière: Während die Zahl der Toten in dem seit fast 40 Jahren dauernden Bürgerkrieg in Afghanistan gerade in den letzten drei Jahren stark gestiegen ist, wurde in einem EU-Deal mit der afghanischen Regierung die geplante Abschiebung von 80.000 afghanischen Staatsbürger*innen erkauft. (Quelle: bit.ly/2kLeGRP)
Das Auswärtige Amt schreibt auf seiner Website: „Wegen immer wieder und in vielen Landesteilen aufflammender Kämpfe zwischen afghanischen Sicherheitskräften und vor allem den Taliban, aber auch dem regionalen Ableger des sogenannten Islamischen Staats, ist die Sicherheitslage in großen Teilen des Landes unübersichtlich und nicht vorhersehbar. Reisende können daher jederzeit und ohne selbst beteiligt zu sein in lebensbedrohende Situationen geraten. Außerdem kann es landesweit zu Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen Gewaltverbrechen kommen.“ (Quelle: bit.ly/2DiYOnb) Dennoch wird de Maizière nicht müde zu betonen, dass Afghanistan überwiegend sicher sei.
Die Anerkennungsquote von afghanischen Geflüchteten im Asylverfahren sank von 55,8 Prozent (2016) auf 44,3 Prozent (2017) (Quelle BAMF). Trotz erheblicher individueller Verfolgungsgründe und trotz dem verschärften Kriegszustand in Afghanistan verweigern die deutschen Asylbehörden in über der Hälfte aller Fälle den notwendigen menschenrechtlichen Schutz und schieben Menschen in ein Kriegsland ab und nehmen so auch den Tod in Kauf.

Wir müssen gegen alle Abschiebungen auf die Straße gehen! Menschen fliehen nicht nur vor Krieg, sondern auch vor Armut. Sie sind auf der Suche nach einem guten Leben für sich und ihre Familie. Etwas was der Kapitalismus der Mehrheit der Menschen nicht bieten kann. Alle fortschrittlichen Menschen sind dazu aufgerufen, Hilfesuchende zu unterstützen. Das kann heißen, an Protesten teilzunehmen und ihre Forderungen bekannt zu machen. Das kann aber auch heißen, Geflüchtete vor der Polizei zu verstecken. Vor allem aber muss dazu aufgerufen werden, den Kampf gegen die Ursachen dieser Misere zu führen: Das kapitalistische System, in dem ein Menschenleben nichts, stattdessen aber die Profite einer Minderheit alles wert sind.