Afghanistan ein sicheres Herkunftsland?

Abschiebungen verhindern! Bleiberecht erkämpfen!
Abschiebungen verhindern! Bleiberecht erkämpfen!

In 31 von 34 Region Afghanistans finden militärische Konflikte statt. Das deutsche auswärtige Amt gibt für Afghanistan eine Reisewarnung aus, man „muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte einschließlich Entführungen bewusst sein.“ Und „Jeder längerfristige Aufenthalt ist mit zusätzlichen Risiken behaftet.“ Trotzdem ist die Bundesregierung der Meinung, dass Afghanistan ein „sicheres“ Land ist, in das man Menschen, die vor Krieg und Terror geflohen sind, abschieben kann. Denn angeblich seien nicht Zivilisten Opfer von Terror, sondern nur staatliche Institutionen. Der terroristischen Miliz Taliban ist aber egal wen sie treffen. Gestern explodierte eine Autobombe vor der deutschen Botschaft in Kabul, der Hauptstadt Afghanistans. Das Botschaftsviertel zählt als einer der sichersten Orte Afghanistans. Trotzdem konnte dort eine Bombe 80 unschuldige Menschen töten und über 300 Verletzten. Solche Terrorakte passieren in ganz Afghanistan in jedem Ort.

Die Bundesregierung ließ sich aber nicht davon abhalten, gestern weiter Menschen nach Afghanistan abzuschieben. Schließlich standen die Flugzeuge schon bereit. Erst später entschied man sich die Abschiebungen für kurze Zeit auszusetzen.

Besonders krass waren die Bilder aus Nürnberg. Dort blockierten 300 Schüler*Innen, Freund*Innen und Aktivist*Innen die Abschiebung eines jungen Afghanen. Sie wollten verhindern das ihr Freund und Mitschüler brutal aus seinem Leben in Deutschland gerissen wird. Er sollte direkt aus der Berufsschule von der Polizei abgeholt werden und direkt zum Frankfurter Flughafen gebracht werden, den größten Abschiebeflughafen Deutschlands. Mit brutaler Gewalt prügelten sich die Polizisten durch die Jugendlichen um die Abschiebung zu vollziehen.
In Duisburg wurde eine 14-jähriges Mädchen von der Polizei von der Schule abgeholt und direkt abgeholt. Ihre Mitschüler*Innen waren danach traumatisiert.
Das macht deutlich: Abschiebung bedeutet Folter und schlussendlich den Tod für die Menschen, die in Kriegsländer abgeschoben werden.

Unsere Aufgabe ist die Fluchtursachen zu bekämpfen: Nein zu allen Auslandseinsätzen, Nein zu allen Rüstungsexporten, Verstaatlichung der Rüstungsindustrie und Umstellung auf zivile Produktion.
Wir müssen kämpfen für ein gutes Leben für alle in Deutschland Lebenden, egal ob in Deutschland Geboren, Migrant*In oder Geflüchtete. Es ist genug für alle da, es liegt nur in den falschen Händen. Wir müssen gemeinsam kämpfen für bezahlbaren Wohnraum, Arbeit und kostenlose Bildung für alle.

Die Profitgier und Konkurrenz des Kapitalismus schafft immer wieder neue Kriege um Ressourcen und Absatzmärkte den Herrschenden ist das Leben der Menschen egal. Afghanistan ist da eins der besten Beispiel. Jahrzehntelang bekriegten verschiedene kapitalistische Länder Afghanistan im Kampf um Öl und andere Ressourcen, das ganze unter dem Vorwand des Kampfes für Demokratie. Heute gilt Afghanistan als „gescheiterter Staat“
Die Herrschenden haben keine Skrupel Menschen in Kriegsländer abzuschieben. Wir sind gegen alle Abschiebung. Menschen fliehen nicht nur vor Krieg, sondern auch vor Armut. Sie sind auf der Suche nach einem guten Leben für sich und ihre Familie. Etwas was der Kapitalismus der Mehrheit der Menschen nicht bieten kann. Wir dürfen uns nicht an Argumentationen gegen "Wirtschaftsflüchtlinge" spalten lassen.
Die Herrschenden versuchen Widerstand gegen ihre Herrschaft der Minderheit zu verhindern in dem sie uns mit Rassismus, Sexismus und Nationalismus spalten wollen. Dem müssen wir uns entgegenstellen. Während wir für jede Verbesserung im Hier und Jetzt kämpfen, wollen wir das System auch grundsätzlich verändern. Wir wollen eine sozialistische Demokratie in der die Mehrheit der Menschen über Politik und Wirtschaft bestimmen.

Wir als linksjugend [‘solid] nrw sind aktiv in antirassistischen Bewegungen. Wir kämpfen gegen alle Abschiebungen und staatlichen Rassismus.
Werde auch du mit uns aktiv und lass uns gemeinsam kämpfen für eine Welt ohne Rassismus, Sexismus, Ausbeutung und Unterdrückung!