MORDANSCHLAG AUF ANTIFASCHISTEN IN DORTMUND

Mordanschlag auf Antifaschisten in Dortmund

Am gestrigen Sonntag lauerten drei Vermummte einem 24-jährigen Dortmunder Antifaschisten vor seiner Wohnung im Dortmunder Westen am Nachmittag aus einem Auto heraus auf. Sie schlugen auf ihn ein, ein Angreifer zog ein Messer und stach zwei Mal zu. Dem Angegriffenen gelang es, trotz einer Stichverletzung im Bauchbereich zu flüchten.

Der Angegriffene war am 1. August Opfer eines Angriffs von Dortmunder Nazikadern geworden und hatte dagegen Anzeige erstattet. Dortmund ist Schauplatz militanter Nazigewalt. Nach der Kommunalwahl, bei der auch DIE RECHTE mit einem Sitz in den Stadtrat einzog, versuchten Nazis die Wahlparty im Rathaus zu stürmen. Es gab zahlreiche Übergriffe auf Antifaschistinnen und Antifaschisten. Jetzt griffen sie am helligten Tag vermummt und bewaffnet einen Antifaschisten vor seiner Wohnung in einem belebten Viertel an und nahmen seinen Tod billigend in Kauf. Wenn darauf nicht entsprechend reagiert wird, ist es zu einem Rückfall zu den Nazimorden von 2001 bis 2006 nicht weit.
Der neuen Bedrohung müssen sich alle antifaschistischen, gewerkschaftlichen, migrantischen und sozialen Organisationen entgegenstellen.

Quelle: "Dortmund stellt sich quer"