Nein dem Vergessen: Dritter Jahrestag des Breivik Massakers

Heute, am 22. Juli 2014, ist der dritte Jahrestag des Massakers an 77 unschuldigen Menschen in Norwegen auf der Insel von Utøya und Oslo durch einen rechtsextremen Gewalttäter.

Dies ist ein trauriger Tag und ebenso ein wichtiger Gedenktag, um aufzuzeigen, dass rechtsextremes Gedankengut in unserer heutigen Gesellschaft nicht verschwunden ist und mit allen Mitteln bekämpft werden muss.
Auch 3 Jahre nach den Anschlägen ist rechtsextremes Gedankengut in den Köpfen der Menschen nicht auf dem Rückzug, wie es die Wahlen am 25. Mai unlängst bewiesen.

Wir als Antifaschist*innen stehen in der Pflicht gegen ein Vergessen einzutreten: Gegen das Vergessen der Gräueltaten des Dritten Reiches, des Pinochet-Regimes und vieler Weiterer unverzeihlicher Gräueltaten des Faschismus.
Breivik ist nur ein Beispiel unter vielen, das uns immer wieder aufs Neue daran erinnert, dass der Kampf gegen Rechtsextremismus in den Köpfen, auf der Straße und in den Parlamenten nicht gewonnen ist und wir unseren Kampf weiterführen müssen. Zu viele Menschen mussten und müssen unter rechtsextremen Gedankengut leiden, ob in Norwegen, in Deutschland oder andernorts.

Wenn wir aufhören als linke Aktivist*innen uns daran zu erinnern, dass Krieg, Ausbeutung und polizeistaatliche Willkür ein Ausdruck des Faschismus sind und ihren Ursprung im globalen kapitalistischen System haben, wird es niemand stellvertretend für uns tun.

Ob in Spanien gegen Franco oder gegen Pinochet in Chile: Antifaschismus ist wesentlicher Bestandteil linker Politik. Der Faschismus wird sich nicht von selbst erledigen. Faschismus und rechter Terror sind ein Verbrechen gegen die Würde des Menschen.

Wir als Linksjugend ['solid] nrw verurteilen Faschismus in jeder Form. Wir sagen ganz klar, dass dieser ein Ausdruck der kapitalistischen Produktionsverhältnisse ist. Durch mangelnde antifaschistische Arbeit aller demokratischen Kräfte der Gesellschaft, kann sich rechtes Gedankengut und die Gewalt die es herbeiführt, verbreiten.

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!