75. Jahre Reichspogromnacht – Erinnerung Wachhalten, Rechtspopulisten entgegentreten!

Daniel Kerekeš, Landessprecher der Linksjugend ['solid] NRW, erklärt zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht: „Am 9. November vor 75. Jahren begann in Deutschland das größte Verbrechen in der Geschichte der Menschheit. Jüdische Mitbürger*innen wurden in hunderten Städten aus ihren Wohnungen vertrieben, deportiert oder ausgewiesen. Dutzende Synagogen und Gebetsräume zerstört - Mehr als 1.300 Jüd*innen fanden unmittelbar den Tod, mehr als 30.000 durch die anschließenden Deportationen. Die Pogromnacht war für Hitler-Deutschland der Startschuss für die Enteignung und Vernichtung von Millionen von Jüdinnen. Der 9. November muss ein Tag bleiben, an dem wir der Opfer und der Geschichte gedenken.“

In Essen und Duisburg wurden die Demonstrationen der Neofaschisten von pro NRW und NPD verboten. Doch darauf dürfen wir uns nicht verlassen. Viel zu schnell fallen solche Entscheidungen der Polizei.

Daniel Kerekeš weiter: „Am 9. November versuchen pro NRW, NPD und weitere Rechte Organisationen mit Demonstrationen und Kundgebungen zu provozieren. Im Moment besonders beliebt bei neuen Rechten ist die Hetze gegen bulgarische oder rumänische Flüchtlinge und Einwanderer, sowie gegen Muslime.“

„Eine neue Studie zeigt, dass Antisemitismus in Deutschland und Europa eine Gefahr bleibt. Über 25 Prozent der befragten Jüdinnen zeigte an, in den letzten Monaten Opfer eines gewaltätigen Übergriffs geworden zu sein, und über 2/3 werden nach wie vor diskriminiert. Die Studie ist ein Beleg, das Antisemitismus in Deutschland ein aktuelle Gefahr ist und nicht nur in Geschichtsbüchern vorkommt. Darum fordern wir alle Jugendlichen und Bürger*innen auf, sich auch über den 9. November hinaus gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamophobie einzusetzen.“, schließt der Landessprecher.

Landessprecher*inn Sefika Minte betont: „Die Linksjugend ['solid] NRW stellt sich diesem widerwärtigen Populismus gemeinsam mit vielen Bündnispartnern entgegen und ruft dazu auf, sich an den Demonstrationen und Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen rechte Hetze zu beteiligen. Für uns ist klar: Erinnern heißt handeln!“

In vielen Städten, in einigen Dörfern wird am 09. den Opfern gedacht. Wir fordern alle Menschen dazu auf, sich den Gedenkveranstaltungen und den Gegendemonstrationen anzuschließen.