Sankt Martin bleibt!

Am 11. November 2013 findet der Martinstag statt, an dem der Großteil der deutschen Kitas zum Martinssingen einlädt. DIE LINKE.NRW hat nun eine Debatte angestoßen, ob das Martinssingen nicht in anderer Form durchgeführt werden sollte. Der Landessprecher*innenrat der Linksjugend [‘solid] NRW hält diese Idee eines Sonne-Mond-Sterne-Festes für nicht zielführend.

„Für uns, ist es der falsche Weg, Sankt Martin in ein Sonne-Mond-Sterne-Fest umzuwidmen. Traditionelle Feste sollten ihren Platz in der Gesellschaft haben, denn über sie können sich unterschiedliche Kulturen näher kommen. Der religiöse Ursprung vieler Feste selbst schließt niemanden aus, wenn sie offen und mit Respekt vor anderen religiösen oder weltanschaulichen Vorstellungen gestaltet werden. Wir wollen, dass Kinder die Feste unterschiedlicher Religionen gemeinsam feiern, egal ob Zuckerfest, Weihnachten, Hanukka – oder eben auch Sankt Martin“, erklärt Linksjugend [‘solid] NRW Landessprecher Daniel Kerekes. Dabei hätten die Kitas allerdings auch eine Verpflichtung, weltoffen mit den Kindern über religiöse und weltanschauliche Fragen zu reden.

„Sankt Martin eine soziale Leitfigur, die alles was sie hatte, mit den Armen geteilt hat. Etwas, was wir uns auch in dieser Gesellschaft wünschen. Auch wenn Sankt Martin ein katholischer Heiliger ist, ist er doch auch ein Symbol für soziales und gerechtes Handeln. In diesem Sinne sollten wir gemeinsam dafür eintreten, für jedes Kind einen Kitaplatz zu schaffen und somit gute Bildung und auch die Teilnahme am Martinssingen garantieren.“

„Wir können uns schließlich nicht der Überlegung anschließen, das Martinsfest wäre diskriminierend, nur weil es katholisch ist. Schließlich gehen auch evangelische Kinder zum Martinssingen, obwohl die evangelische Kirche keine Heiligenverehrung kennt,“ so Daniel Kerekes weiter.

Abschließend muss erwähnt werden, dass Sankt Martin ein gutes Beispiel für Integration und multikulturelle Gesellschaften ist: Der römische Offizier wurde im heutigen Ungarn geboren und war später Bischof im heutigen Frankreich, Tours.