Einladung zur nächsten Landesvollversammlung (LVV) in Oberhausen vom 10. bis 11. November

KEINE PANIK- ORGANISIERT EUCH!

Liebe GenossInnen,

hiermit laden wir euch herzlich zur nächsten Landesvollversammlung (LVV) von Linksjugend [ˈsolid]-nrw am 10/11 November 2012 in Oberhausen ein. Dieser Termin wurde bei der letzten LVV am 31. August in Dortmund beschlossen. Die LVV beschloss eine weitere außerordentliche LVV einzuberufen um die Frage der Votumsvergabe, die Kriterien einer eigenen Jugendkandidatur und die Möglichkeit des persönlichen Vorstellens der KandidatInnen in den Basisgruppen zu ermöglichen.

Der LandessprecherInnenrat (LSpR) wird bis zur LVV ein Kriterienkatalog -wie bei der letzten LVV beschlossen- anfertigen, welcher dann auf der LVV zur Diskussion offen steht. Im Vorfeld liegen dem LSpR Satzungsänderunganträge vor, welche behandelt werden.

Wir treffen uns im Alevitischen Kulturzentrum in der Rombacherstr. 17, 46049 Oberhausen http://bit.ly/jBAwQE (Karte)

Fahrtkosten zur LVV (DB-Regionalverkehr, 2. Klasse) bekommt ihr von uns erstattet, die LVV ist insgesamt natürlich auch mit keinen Kosten für euch verbunden. Bitte denkt daran, Schlafsack und Isomatte mitzubringen, falls ihr dort übernachten möchtet. Anträge für die LVV und auch Kandidaturen sollten möglichst an info@linksjugend-solid-nrw.de gesendet werden.

SAMSTAG, 10. NOVEMBER
TOP1 (11:00 – 11:15 Uhr) Begrüßung, Formalia, Tagesordnung, Wahl der Versammlungsleitung, Wahl der Mandatsprüfungskommission

TOP2 (11:15 – 11:30 Uhr) Bericht der Mandatsprüfungskommission
TOP3 (11:30 – 12:15 Uhr) Zwischenbericht des LandessprecherInnenrates und Aussprache

TOP4 (12:15 – 13:45 Uhr) Linksjugend [´solid] im Wahljahr 2013 – Wie kann eine Agenda des Widerstandes aussehen?
Mittagspause (13:45- 14:45 Uhr)

TOP4 (15:45 – 17.15 Uhr) Grundsatzdebatte über unser Verhältnis zur Arbeit in Parlamenten und einer weiteren Votumsvergabe
(inkl. Aussprache über die Arbeit des MdB des JV Niema Movassat und Entscheidung, ob wir ein weiteres mal ein Votum beschließen)

Optional: 17:15 – 18:45 Uhr Kriterien zur evtl. Vergabe eines Jugendverbandsvotums für die Landesliste der LINKEN. NRW

Optional: 18:45 – 19:30 Uhr Vorstellung der KandidatInnen und Befragung
Optional: 19:30 – 20.00 Uhr Vergabe eines Jugendverbandsvotums an eineN der KandidatInnen

SONNTAG, 11. NOVEMBER
TOP 5 (10:00 – 10.15Uhr) Begrüßung / Bericht der Mandatsprüfungskommission

TOP 6 (10:15– 10:30Uhr) Letzte Infos zum Kongress "Kapitalismus vs. Demokratie"

TOP 7 (10:30– 11:15 Uhr) Einbringung des Haushalts 2013 / Kassenbericht (Aussprache / Verabschiedung des Haushalts)

TOP 8 (11:15– 12:00 Uhr) Wahl der Delegierten zum Bundeskongress 2013
ggf:

TOP 9 (12-13 Uhr) Uhr Südeuropa am Abgrund - Wie weiter mit dem Widerstand gegen die Troika? Bericht eines portugiesischen Aktivisten aus der Bewegung.

TOP 10 (13:00– 14:00 Uhr) Änderungsanträge zur Satzung, Geschäftsordnung und Wahlordnung

TOP 11 (14:00 – 14:30 Uhr) Wahl der Delegierten zum Landesrat der LINKEN NRW

TOP 12 (14:30 – 15:00 Uhr) Wahl der KassenprüferInnen / Wahl der Landesschiedskommission

TOP 13 (15:00-15:30) Weitere Anträge Vorstellung des Kapitalismus vs. Demorkatie Kongress

KAPITALISMUS VERSUS DEMOKRATIE!
Die Welt ist im Umbruch. Zeit, darüber zu sprechen! Die Welt steckt in der Krise. Millionen Menschen verlieren ihre Jobs, gleichzeitig wer- den soziale Sicherungssysteme immer weiter ausgehöhlt, die verbliebenen Arbeitsstellen sind von Unsicherheit und hohem Druck geprägt. In allen Ländern der Erde gehen deswegen Menschen auf die Straße und beharren auf ihre demokratischen Rechte. Doch gerade diese sind in Gefahr. Von allen Seiten wird Druck auf die Regierungen in den verschuldeten Ländern aufgebaut. Die Rechte der Menschen sollen abgebaut und so die Wirtschaft für den Weltmarkt optimiert werden. Die Interessen der Bevölkerung fallen dabei hinten runter.

Gewinne privatisieren, Verluste vergesellschaften
Diese Entwicklung ist kein Unfall oder die Schuld von wenigen „unmoralischen“ Speku- lanten. Sie ist Teil des Kapitalismus, der in seiner Krisenhaftigkeit immer wieder Speku- lationsblasen aufpumpt die dann zum Leiden aller platzen. Der Schaden dieser Blasen wird auf die Bevölkerung abgewälzt während die Gewinne in privater Hand bleiben. Gegen den unweigerlichen Widerstand der Bevölkerung ist oft Gewalt das letzte Mittel. Viele Staaten haben sich in den letzten Jahrzehnten zu Diktaturen entwickelt, viele davon in Nordafrika. Doch im Frühling letzten Jahres wurde die Unzufriedenheit und Angst der Menschen in den unterdrückten Staaten zu Wut und Selbstbewusstsein. Viele autoritäre Regierungen wie in Ägypten wurden gestürzt, viele müssen heute um ihre Macht bangen.

Europa im Umbruch
In Europa nimmt Deutschland eine zweifelhafte Rolle ein. Einige Staaten wie Griechen- land stehen im Moment vor schwerwiegenden Fragen, währenddessen wird von der Troika Druck ausgeübt. Als „alternativloser“ Ausweg wir der Abbau des Staates und der Ausverkauf aller sozialer Errungenschaften propagiert. Während die Menschen im- mer weiter eingeschränkt werden, sollen die Kräfte der freien Wirtschaft immer weiter entfesselt werden. Die Griechen wehren sich vehement gegen diese Angriffe, auch die Wahlen zeigen: ein „weiter so!“ ist von der Bevölkerung nicht gewollt. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sich die Kämpfe in Griechenland entwickeln werden, wie Italien in Zukunft regiert wird und wie sich die Krise auf die EU auswirken wird. Deutlich ist jedoch, dass soziale Bewegungen eine zunehmende Rolle in der Wah- rung der Demokratie und damit in der Zukunft Europas spielen werden.

Let's talk about democracy!
Auf unserem Kongress „Kapitalismus vs. Demokratie“ wollen wir den vielen offenen Fragen nachgehen, mit renommierten Wissenschaftlern über die Thematik diskutieren und gemeinsam in vielen Workshops über Lösungen und Strategien nachdenken. Wir wollen dabei jedoch nicht allein auf der ökonomischen Ebene verbleiben. Die Kri- senhaftigkeit und Widersprüchlichkeit des Kapitalismus wirkt sich auf viele Lebens- bereiche aus, auch in unserem Kongress soll sich diese vielfältige Problemstellung widerspiegeln. In vielen verschiedenen thematischen Blöcken sollen deswegen Themen wie Bildung, Ökologie, Feminismus und Krieg behandelt werden. In Workshops, Vorträgen und Dis- kussionen wollen wir uns ein umfassendes Bild verschaffen.