Bericht von der LVV in Oberhausen

Am Samstag den 07.07 fand die Landesvollversammlung(LVV) der Linksjugend [´solid] nrw statt, an der rund 80 aktive GenossInnen teilnahmen. Nach einer kurzen Einleitungsphase konnten die TeilnehmerInnen zwischen zwei verschiedene Workshops wählen, einen zu den staatlichen Repressionen in der Türkei und Kurdistan, die durch die AKP-Regierung verschärft werden, sowie ein Workshop zu den Protesten gegen die Diktatur der Finanzmärkte.
Anschließend wurde der Leitantrag des LandessprecherInnenrates (LSPR) mit einigen von der Basis eingebrachten Änderungsanträgen mit großer Mehrheit angenommen. Der Leitantrag, bot Perspektiven der Linksjugend für die kommenden 12 Monate sowie eine Analyse der vergangenen Arbeit des LSPRs und einen kurzen Überblick über die gesamtgesellschaftliche Situation. Die Linksjugend [´solid] nrw stellte sich klar gegen mögliche Regierungsbeteiligungen der LINKEN mit „Fisksalpakt- und ESM-Parteien“. Darüber hinaus kritisierte der Leitantrag die Abschiebepraxis der rot-grünen Landesregierung und wird sich an der Mobilisierung gegen den Nazi-Aufmarsch am 1.September in Dortmund beteiligen. Die Teilnahme am „Kapitalismus vs Demokratie“-Kongress (www.kapitalismusvsdemokratie.de) wurde diskutiert, welcher vom 30.11 bis zum 02.12.2012 an der Uni Köln stattfindet, den die Linksjugend und damit viele Basisgruppen aktiv unterstützen werden.
Vor den Wahlen stellte der neue Landessprecher der LINKEN in NRW, Rüdiger Sagel, sich kurz vor und beantwortete anschließend Fragen. Die Linksjugend [´solid] nrw begrüßt die Wahl ihrer nominierten KandidatInnen für den Landesvorstand der LINKEN in NRW und gratuliert Derya Kilic und Azad Tarhan zur Wahl als stellvertretende SprecherInnen. Auch in Zukunft wird die Linksjugend [´solid] nrw ein kritisch-solidarisches Verhältnis zur Partei pflegen.
Die LVV hat einstimmig beschlossen den Bundessprecherinnenrat (BSPR) an das Votum des Bundeskongresses (BuKo) zu erinnern, dass der “BAK Shalom“ ihre Unterschrift und Unterstützung der “Stop the Bomb“ Kampagne zurückzieht. Die Kampagne fordert Sanktionen, die die Bevölkerung des Irans treffen und eine militärische Intervention des Westens ideologisch vorbereiten. Der Landesarbeitskreis Antimilitarismus und Frieden (Lak AUF), welcher sich gegen militärische Interventionen stellt, wurde ohne Gegenstimme anerkannt und konnte etliche neue Mitglieder gewinnen.
Die Anwesenden bekundeten Ihre Solidarität mit den politischen Gefangenen in türkischen und israelischen Gefängnissen und forderten deren sofortige Freilassung.

Am Ende des Abends wurde der neue LSPR gewählt, dem fünf Frauen: Dilan Yazicoglu, Deniz Kara, Duygu Söyler, Melissa Kara, Gamze Özdemir und fünf Männer: Sebastian Förster, Jules El-Khatib, Johannes Wolff, Moritz Griesmeyer (Schatzmeister) und Felix Rauls angehören.