Hörsäle überfüllt? Schafft Euch Plätze – Besetzt die Universitäten!

Bundesweiter Bildungsstreik

,,Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“ Bertolt Brecht,,

Linksjugend [´solid], Linke.SDS und DIE LINKE.NRW unterstützt die Forderungen der Studenten, Schüler und Azubis und ruft zur Beteiligung an den dezentralen Protestaktionen am Bildungsstreik-Aktionstag. Zum bundesweiten Bildungsstreik-Aktionstag am 17. November erklärt Derya Kilic, Hochschulpolitische Sprecherin der LINKEN in NRW und Cigdem Kaya Mitglied im Bundesvorstand von Linke.SDS:

Im Juni 2009 sind über 270.000 Menschen auf die Straße gegangen, um die gescheiterte Bildungspolitik der herrschenden etablierten Parteien in die Öffentlichkeit zu bringen und für ihren Forderungen ein Gehör zu finden. Jetzt werden sie sich nochmal auf der Straße zeigen, mit " Protestaktionen und Kundgebungen, denn ihre Forderungen sind so berechtigt, wie sie bereits 2009 waren. Überfüllte Klassenräume, zu hoher Leistungsdruck durch die Einführung von G8, Bachelor und Master, fehlende Ausbildungsplätze und überfüllte Hörsäle sind nur einige wichtige Gründe, um sich zu empören. Deshalb: Geht auf die Straße, beteiligt Euch an den Aktionen und besetzt die Hörsäle und Klassen! Nur so können wir uns Lautstark gegen die Ignoranz der Regierenden wehren." so Derya Kilic.

DIE LINKE. NRW fordert unter anderem die Schaffung von mindestens 500.000 zusätzlichen Studienplätzen bundesweit bis 2015, damit alle, die studieren möchten, dazu auch die Möglichkeit erhalten. Studien-, Kita- und andere Bildungsgebühren sind abzuschaffen. Das gilt auch für die Schul- bzw. Prüfungsgebühren in der beruflichen Bildung. An den Schulen soll in Gemeinschaftsschulen bis zur 10. Klasse gemeinsam gelernt und so eine individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler ermöglicht werden.

Cigdem Kaya, Mitglied im Bundesvorstand des Studierendenverbandes DIE LINKE.SDS fügt hinzu: „Wieder einmal zeigt sich, dass an der falschen Stelle gespart wird. Hunderte Milliarden werden für die Rettung von Banken und Konzernen ausgegeben. Gleichzeitig müssen die Studierenden aufgrund ausgeschöpfter Ressourcen an den Universitäten alternativ in Container, Theater oder Kinos unterrichtet werden. Diese Zumutung wird durch die langen Schlangen vor den Mensen und der unbezahlbaren knappen Wohnräume abgerundet. Es ist längst an der Zeit, sich gegen diese ungerechte Politik zu widersetzen. Dazu dient der Bildungsstreik am 17. November, wo wir unsere Forderungen einer gerechten und besseren Bildungspolitik auf die Straße tragen werden."